Podiumsdiskussion über Energie- und Umweltpolitik

Podiumsdiskussion im Scala. Foto: Veranstalter

Werder (Havel), 20. Juli 2017 – Ein gut gefüllter Saal am Abend des 18. Juli im Kulturpalast Scala in Werder (Havel) ließ die Podiumsdiskussion über Energie- und Umweltpolitik verheißungsvoll beginnen. Im Podium sollten die von der anerkannten Umweltvereinigung Waldkleeblatt-Natürlich Zauche e.V. eingeladenen Kandidaten zur Bundestagswahl 2017 des Wahlkreises 61 sitzen.

Den Fragen der Moderatoren des Vereins mit Dr. Winfried Ludwig und Waltraud Plarre stellten sich die Kandidaten/innen Dr. Saskia Ludwig (CDU), Linda Teuteberg (FDP), Annalena Baerbock (BÜ90/ Grüne), Rene Springer (AfD) und Frau Dr. Kirsten Tackmann (LINKE) als Ersatz für Norbert Müller (LINKE).

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es in eine interessante und teilweise kontroverse Diskussion. Zum Thema des weiteren Ausbaus der Erneuerbaren Energien, insbesondere der Windkraft und Photovoltaik, ohne derzeitige industrielle und wirtschaftliche Speichermöglichkeiten, waren sich Frau Dr. Ludwig (CDU), Frau Teuteberg (FDP) und Herr Springer (AfD) einig, dass das Erneuerbare Energieengesetz (EEG) reformiert bzw. abgeschafft werden müßte und auch die Privilegierung der Windkraft im § 35 BauGB gestrichen werden sollte. Auch Frau Dr. Tackmann (LINKE) sah einen Reformierungsbedarf des EEG. Frau Baerbock (BÜ90/Grüne) hingegen sah keinen großen Änderungsbedarf, da der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien, wie z. B. die Windkraft, ohne finanzielle Anreize, nicht mehr statt finden würde.

Zum Thema Schutz des Menschen vor den Immissionen der Windkraftanlagen, wie Lärm und Infraschall, sahen die Kandidaten im allgemeinen Handlungs- und Forschungsbedarf. Bei der Frage nach Windkraftanlagen im Wald in Bezug auf Natur und Artenschutz, waren sich bis auf Frau Baerbock (BÜ90/Grüne), die ein Gegenüberstellen von Klimaschutz und Artenschutz ablehnte, alle anderen Kandidaten/innen einig, dass Windkraftanlagen im Ökosystem Wald nichts zu suchen haben.

Bei der Frage der Energieeffizienz gab es viele Ansatzpunkte, wie z.B. Nachhaltigkeit, Regionale Märkte nutzen und den Gütertransport auf die Schiene verlegen.
Die anschließende Diskussion mit dem Publikum vertiefte die vorgehenden Komplexe noch einmal, so daß alle Teilnehmer von einer fachlich fundierten und sehr interessanten Podiumsdiskussion profitieren konnten. (Eveline Kroll)

Podiumsdiskussion im Scala. Foto: Veranstalter