Polizei zufrieden: Offene Präsenz kam gut an

Werder (Havel), 8. Mai 2017 – Der Polizeiführer der Polizeidirektion West, Polizeidirektor Karsten Schiewe, bewertet den Ablauf des gesamten Baumblütenfestes als gelungen. Auch Manuela Saß, die Bürgermeisterin der Stadt Werder (Havel), dankte den Werderanern und den Gästen für ihr Verständnis für die Maßnahmen, die in diesem Jahr aufgrund der aktuellen Sicherheitslage getroffen werden mussten. „Es gab überwiegend Verständnis für die zusätzlichen Sperrungen.“ Sicherheitspartner, Sanitäter, Ordner, Rettungsdienst, Feuerwehr und besonders auch der Bundes- und Landespolizei hätten durch ihre Präsenz dafür gesorgt, dass sich die Gäste des Blütenfestes sicher fühlen können. „Auch dafür möchte ich Danke sagen.“

“Die Besucher konnten auch in diesem Jahr wieder ein schönes Familienfest genießen. Aus polizeilicher Sicht verlief das Fest weitestgehend ruhig und friedlich. Die guten Absprachen bereits im Vorfeld mit allen Verantwortlichen und das Zusammenwirken aller Sicherheitspartner trugen zu einem sicheren Ablauf bei“, sagte Polizeidirektor Karsten Schiewe.

„Gemeinsam mit der Stadt Werder und dem Veranstalter wurde ein umfangreiches Sicherheitspaket geschnürt. Hierbei war es uns wichtig, die richtige Balance zwischen Sicherheit und Familienfestcharakter zu finden“, kündigte Peter Meyritz, Leiter der Polizeidirektion West bereits zu Beginn des 138. Baumblütenfestes an. „Wir setzen in diesem Jahr noch mehr auf offene Polizeipräsenz auf dem Festgelände, um jederzeit ansprechbar zu sein und frühzeitig auf Probleme reagieren zu können.“

Nach der vorläufigen Auswertung der Ereignisse und Straftaten mit Stand vom 7. Mai, 15 Uhr, stellt sich die polizeiliche Lagebewältigung vorläufig statistisch wie folgt dar:

Strafanzeigen:

  • Insgesamt wurden bisher 270 Strafanzeigen aufgenommen. Die drei häufigsten Deliktsarten waren bislang Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Körperverletzungen und Beleidigungen.
  • Es kommen jedoch erfahrungsgemäß noch weitere Anzeigen hinzu, die sich derzeit in der Erfassung befinden, bzw. noch erstattet werden.

Gefahrenabwehrmaßnahmen:

  • Insgesamt wurden bisher 27 Personen in Gewahrsam genommen.
  • Mit Stand 6.05.2017 / 21 Uhr wurden bislang 248 Platzverweise / Aufenthaltsverbote für das Festgelände erteilt.

Festzustellen war, dass der überwiegende Teil der Betroffenen erheblich alkoholisiert war.

Das polizeiliche Präsenzkonzept hat sich bewährt, so konnten die Beamten unmittelbar durch die Bürger angesprochen werden oder auch selbst Straftaten, insbesondere auch Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, feststellen. Während des gesamten Einsatzes wurde bisher ein Polizeibeamter leicht verletzt.

Gute Laune und Spaß an und auf dem Fest soll jeder Gast haben. Einer 76-jährigen Berlinerin wurde diese Freude jedoch am Samstag genommen. Ihr wurde gegen 13 Uhr der Klapprollstuhl gestohlen. Dieser war vor einem Geschäft in der Straße „Unter den Linden“ abgestellt. Leider fehlt von dem Rollstuhl und dem oder den Tätern jede Spur. „Über eine solche Straftat können auch wir nur mit dem Kopf schütteln“, hieß es in der Polizeipresseinformation.

„Schlussendlich können wir zum jetzigen Zeitpunkt eine positive Bilanz ziehen. Neben den volksfesttypischen Delikten gab es keine besonders herausragenden polizeilichen Einsätze. Auch unsere offene Präsenz führte zu vielen positiven Rückmeldungen der Festbesucher,“ so Karsten Schiewe.