Saskia und Jessica in Frankreich: Wichtige Erfahrungen gesammelt

Saskia Karrasch und Jessica Ahlburg. Die Auszubildenden aus dem "Rittmeister" in Kemnitz haben beim Austausch viel gelernt.

Werder (Havel), OT Kemnitz, 29. März 2017 – Ihre Frankreich-Reise liegt nun schon einige Zeit zurück – doch die Eindrücke sind nachhaltig. Saskia Karrasch und Jessica Ahlburg, Auszubildende im „Rittmeister“, erlebten spannende aber auch arbeits- und lehrreiche Tage innerhalb eines Austauschprojektes im „Land der Gourmets“.

Wir wir hier berichteten, schnupperten im November des vergangenen Jahres die französischen Lehrlinge Nathan und Enzo die Küchenluft des 3 Sterne Superior Hotel und Restaurants im Werderschen Ortsteil.

Sprachkurse, Teilnahme am Unterricht, Arbeiten in einem Ausbildungsbetrieb des jeweiligen Landes – es handelte sich beileibe nicht um eine Urlaubsreise, auch wenn es natürlich auch Zeit gab, Land und Leute ein wenig kennen zu lernen. Führungen in Käsereien, Weinkellern und Forellenzuchten gehörten dazu, ebenso, dass Champagner aus dem Herkunftsland für die Kollegen zu Hause mitgebracht wurde.

Das Potsdamer Oberstufenzentrum Johanna Just, in dem die beiden jungen Frauen den Schulalltag innerhalb ihrer Ausbildung verbringen, verbindet eine langjährige und gute Partnerschaft mit dem Lycée des Métiers François Mitterrand Château-Chinon. Bereits seit über 15 Jahren verbringen jährlich Schülerinnen und Schüler vom OSZ „Johanna Just“ und dem Lycée des Métiers François Mitterrand Château-Chinon aus Frankreich drei Wochen im jeweiligen Gastland. Diese erfolgreiche Partnerschaft wurde im vergangenen Jahr von der IHK Potsdam mit dem Label „Euroapprenticeship“ gewürdigt.

Ebenso gut sind die Erfahrungen, die Carolin Friebel, im Kemnitzer „Rittmeister“ verantwortlich für Veranstaltungen und die Betreuung der Auszubildenden, mit diesem Austauschprojekt gemacht hat. „Wenn wir angesprochen werden, sind wir gern erneut dabei, sowohl bei der Betreuung und Ausbildung von französischen jungen Leuten, als auch bei der Entsendung unserer Auszubildenden nach Frankreich“. Saskia und Jessica seien auf jeden Fall mit gestärkter Persönlichkeit zurück gekommen. „Erwachsener, reifer“, sagt Carolin Friebel, „man merkt ihnen an, dass sie Verantwortung übernehmen können und noch selbstständiger geworden sind“.

„Die Franzosen sind allgemein offen und freundlich“, so die Erfahrungen von Saskia und Jessica. Dass die Bewohner des Landes sehr stolz auf ihre Muttersprache sind, ist ja allgemein bekannt, auch, dass es als Voraussetzung für eine gelungene Kommunikation gilt, französisch zu sprechen.  Und so mussten Saskia und Jessica schnell das Erlernte einsetzen. Anders als erhofft und geplant, waren Saskia und Jessica in verschiedenen Betrieben in Frankreich eingesetzt. Saskia war in einem Novotel, Jessica in einem Mercure. Aber sie geben ein klares „Ja“ zum Austausch: „Wer die Möglichkeit bekommt, sollte das auf jeden Fall machen“. Es sei einfach eine sehr gute Erfahrung, zu erleben, wie dort gearbeitet und gelernt wird. Auch wenn es nicht immer leicht war, sie wirklich gefordert wurden und auch wenn die Strukuren teilweise nicht vergleichbar mit den Abläufen in Deutschland waren. „Gerade durch diese hohen Anforderungen haben wir viel gelernt“, konstatieren beide. Und sie wissen auch, dass sie einen Beruf mit wirklicher Perspektive und Top-Chancen erlernen. Europa- oder weltweit zu arbeiten, sei kein Problem. Fachkräfte wären überall willkommen. Fachkräfte werden aber ebenso gesucht, so beispielsweise aktuell im „Rittmeister“.