Schlägt Werders Herz blau-weiß?

Hertha-Botschafter Klaus-Dieter Bartsch (Mitte) mit Ex-Herthaner Lewan Kobiaschwili und Heike Große, Hertha-Unterstützerin aus Werder, bei einer Präsentation der Blütenstadt im Olympiastadion.

Werder (Havel), 24. November 2016 – In die Standortsuche für ein neues Stadion für den Berliner Bundesligisten Hertha BSC bringt sich Herthas Partnerstadt Werder (Havel) ins Gespräch. „Werder hat traditionell eine starke Bindung zu Berlin und mit den Erfolgen von Hertha BSC ist eine lebendige Fankultur bei uns gewachsen“, sagt Werders 1. Beigeordneter Christian Große. Zwar seien die Möglichkeiten für einen Neubau in diesen Dimensionen nicht mehr überall in der schnell wachsenden Stadt gegeben. Allerdings biete sich das Gewerbegebiet Magna-Park, unmittelbar am Berliner Ring gelegen, für ein solches Bauprojekt hervorragend an.

Eigentümer des Magna-Parks ist IDI Gazeley, ein weltweit führender Investor und Entwickler von Logistik­immobilien und Distributionsparks. Der Senior Development Director des Unternehmens, Michael Gerke, würde den Stadionbau im Magna-Park sehr begrüßen. „Unser Gewerbepark in Werder (Havel) ist ein Tor zu Berlin. Wir sind offen für eine solche Nutzung und würden uns über das Berliner Fußallpublikum sehr freuen“, so Michael Gerke. Es würden annähernd 500 000 Quadratmeter zur Nutzung bereitstehen.

Ferienschule von Hertha BSC in Werder in diesem Sommer mit Jugendtrainern des Bundesligisten und Nachwuchskickern des Werderaner FC Viktoria 1920.
Ferienschule von Hertha BSC in Werder in diesem Sommer mit Jugendtrainern des Bundesligisten und Nachwuchskickern des Werderaner FC Viktoria 1920.

Laut Werders Hertha-Botschafter Klaus-Dieter Bartsch hat es vor etlichen Jahren schon einmal Gespräche darüber gegeben, ein neues Hertha-Stadion in Werder (Havel) zu bauen. „Wir hatten dazu bereits beim Verein vorgesprochen, dann zerschlug sich das leider wieder.“ Als Partnerstadt habe man  bereits viele erfolgreiche Fußballprojekte mit Hertha gestemmt. „Das Herz ganz vieler Werderaner schlägt blauweiß“, so Klaus-Dieter Bartsch.

Im Olympiastadion sei der Platz für die Fans aus der Blütenstadt fest gebucht: Der Vorsitzende des Förderkreises Ostkurve e.V.  stamme schließlich aus der Herthastraße in Werder. „Und das ist kein Scherz.“ Mit einem Stadion-Neubau die Fans mit den Spielern zusammenrücken zu lassen, hält Klaus-Dieter Bartsch für eine gute Idee.  „Ich bin mir ganz sicher, dass die Stadtverwaltung von Werder ein Hertha-Stadion bei uns mit ganzer Kraft unterstützen würde.“ (red)