Schulneubau pünktlich fertig

Außenansicht des Erweiterungsbaus der CvO. Foto: wsw

Werder (Havel), 25. August 2017 – Der Erweiterungsbau für die Carl-von-Ossietzky-Oberschule mit angegliederter Primarstufe (CvO) und der Neubau einer Kita in der Adolf-Damaschke-Straße 44 wurden gestern bei einem Baustellenrundgang vorgestellt. Beide Neubauten befinden sich unmittelbar vor der Fertigstellung. Der Erweiterungsbau für die CvO wird mit dem ersten Schultag von den Kindern in Besitz genommen, die Kita einen Monat später. Werders Bürgermeisterin Manuela Saß begründete die Projekte mit dem drängenden Bedarf in der Blütenstadt. Nach Angaben des Einwohnermeldeamtes ist Werder auf nahezu 26.000 Einwohner gewachsen, und fast jeder fünfte Zuzügler ist unter sechs Jahren, wie die Bürgermeisterin betonte. Der 1. Beigeordnete Christian Große ergänzte die Notwendigkeit der beiden Infrastrukturprojekte, die die Stadt im Übrigen aus dem Haushalt selbst finanzierte, damit, dass auch die Werderaner selbst mehr Kinder bekämen. 3,2 Millionen Euro kostete der Erweiterungsbau der CvO, wie die Fachbereichsleiterin Ulrike Paniccia informierte. Über die Planungen für den Neubau auf dem CvO-Gelände haben wir u.a. hier unter dem Titel „Fit für die Zukunft“ berichtet.

Die Schulleiterin der CvO, Ines Lenius, hatte bereits einen „Plan B“ vorbereitet. „Falls der Bau doch nicht zum Schulstart fertig werden würde“, erklärt sie. Doch „Plan B“ kann in der Schublade bleiben – der Neubau, der in Modulbauweise gefertigt wurde, ist pünktlich fertig und sie sei überglücklich. Sie freue sich auf die Augen der Kinder und Eltern, wenn sich am 4. September die Türen öffnen. Aus 28 Modulen, meist in den Abmessungen 3 x 18 oder 4 x 16 Meter, besteht der Bau, wie Arnd Lieder, der Projektleiter der Hamburger bauausführenden Firma Kleusberg berichtet. Innerhalb von vier Tagen wurden die 3,60 m hohen Bauteile verbaut. Die hochmoderne Modulbauweise spare in der schnell wachsenden Stadt Zeit, so die Bürgermeisterin. Jeweils sechs Monate werden die reinen Bauzeiten der beiden Neubauten am Ende betragen. Das gehe schneller als eine Baugenehmigung zu erlangen, wie es hieß. Während der Bauzeit gab es keinerlei Störungen des Unterrichtes, bedankte sich die Schulleiterin bei der Baufirma für den reibungslosen Ablauf. „Wir hatten uns auf Baulärm-Beschwerden eingestellt. Aber die gab es nicht, denn auch die Eltern staunten, in welcher Geschwindigkeit die Arbeiten vorangingen“.

Acht Klassenräume, zwei Fachräume, ein geräumiges Lehrerzimmer sowie ein Raum für die Sonderpädagogik stehen in dem barrierefreien Gebäude zur Verfügung, außerdem Sanitärräume und Fahrstuhl. Schallschutz und Sonnenschutz gibt es in jedem Raum, die hochwertige Ausstattung wurde nach einem durchdachten Farbkonzept umgesetzt. Zudem wurden in den Klassenräumen moderne „Ecophone Wandabsorber“-Bauteile verbaut. Die sorgen nicht nur für optimalen Schallschutz, sondern eignen sich auch bestens als Pinnwand, denn nach dem Entfernen der Nadeln bleiben keine hässlichen Löcher zurück.
In jedem Klassenraum gibt es interaktive Tafeln – zur Freude aller Lehrer, wie Ines Lenius betont. Zum neuen Schuljahr beginnen, so informiert die Schulleiterin, auch sechs neue Lehrer an der Schule, fünf davon kommen direkt aus ihrem Referendariat. Im Außenbereich, so Christian Große, werde noch ein kleiner Sportbereich mit Laufstrecke für die Grundschüler entstehen. Die älteren Schüler gehen weiterhin auf den Arno-Franz-Sportplatz. 591 Schüler besuchen die CvO, an der 45 Lehrer unterrichten, 114 Schulanfänger werden im alten Flachbau unterrichtet, 176 kommen in das neue Gebäude. „Die Schüler der CvO haben die besten Abschlüsse landesweit“, lobt Bürgermeisterin Manuela Saß die Qualität der schulischen Bildung. Die Investionen seien also mehr als gut angelegt.

Kita-Neubau in der Damaschke-Straße

Bis auf die Inneneinrichtung ist auch die neue Kita in der Damaschke-Straße fertig. Die Außenanlagen werden derzeit gebaut. Anfang Oktober soll die Einrichtung für 100 Kinder eröffnet werden. Der Name stehe zwar schon fest, sagte die Bürgermeisterin Manuela Saß, er sei aber eine Überraschung und werde erst zur Eröffnung bekannt gegeben.

Auch die Kita entstand in Modulbauweise, die kommunale HGW, die auch den CvO-Neubau betreute, ist Bauherr und wird sie dann an die Stadt vermieteten. Für Krippen- und Kitabereich stehen jeweils drei Doppelgruppenräume mit eigenen Sanitärbereichen bereit, wie HGW-Geschäftsführer Thomas Lück erklärte.  Straßenseitig sind Verwaltungs- und Wirtschaftsräume untergebracht, in den Hof kommt ein großer Spielplatz. An jedem Gruppenraum gibt es eine Terrasse als eigenen kleinen Spielbereich. In einem „Kinderrestaurant“ werde gegessen, wie Fachbereichsleiterin Ulrike Paniccia informierte. Alle Plätze sind vergeben, 16 Erzieherinnen und eine Leiterin werden hier arbeiten. Die neue barrierefreie Kita wird dann mit entsprechend qualifizierten Erzieherinnen auch die Integrationskita der Stadt sein.

Christian Große machte bei der Begehung auf viele Details wie die einbruchsichere Nacht-Lüftungsfenster, Schallschutzdecken, das Treppchen zum Wickeltisch oder die großen Spielflure mit kindgerechten Fensterbänken aufmerksam. Und da der Neubau eine Kita mit Integrationsanteil wird, ist auch an Therapieräume und einen extra großen Bewegungsraum gedacht worden, ergänzte Fachbereichsleiterin Paniccia.

Über diese Kita hinaus müssten in nächster Zeit noch zwei weitere gebaut werden, wie Bürgermeisterin Saß ankündigte. Die HGW als möglicher Partner kann dann bereits aus den Erfahrungen von zwei Kita-Neubauten schöpfen, der Kita Töplitz und dem Neubau in der Adolf-Damaschke-Straße, der insgesamt 2,9 Millionen Euro kosten wird, wie HGW-Geschäftsführer Thomas Lück erklärte. (low)