Sommerferien, Ferienjobs, Nachwuchssuche:  Was müssen Unternehmen beachten?

Potsdam, 5. Juli 2017 – „Bevor im Herbst das neue Ausbildungsjahr startet, beginnen in Brandenburg am 20. Juli die Sommerferien. Viele Jugendliche nutzen diese Zeit, um mit Ferienjobs das Taschengeld aufzubessern. Für Unternehmen ist das eine perfekte Chance für die Nachwuchsgewinnung. Schnell stellt sich in der praktischen Arbeit heraus, ob die jungen Leute vielleicht ins eigene Unternehmen passen und angeworben werden sollten. Die IHK Potsdam hat deshalb zusammengestellt, was bei der Beschäftigung von Schülern und Studenten als Aushilfen im Betrieb zu beachten ist“, sagt Beate Fernengel, Präsidentin der IHK Potsdam, und verweist auf das Merkblatt „Ferienjobs / Beschäftigung von Schülern und Studenten“, das im Internet auf der Startseite der IHK Potsdam unter ihk-potsdam.de zu finden ist.

Um Jugendliche und Kinder vor übermäßigen Belastungen zu schützen, müssen Arbeitgeber in erster Linie die Vorschriften zum Arbeitsschutz berücksichtigen. Jugendliche ab 15 Jahren dürfen zwar mit Erlaubnis der Eltern in den Schulferien bis zu 20 Arbeitstage arbeiten. Es gelten jedoch einige Rahmenbedingungen – zum Beispiel dürfen Schüler bestimmte gefährliche und schwere Tätigkeiten nicht übernehmen. Die tägliche und wöchentliche Arbeitszeit ist, von Ausnahmen abgesehen, von Montag bis Freitag zwischen 6 und 20 Uhr, höchstens 8 Stunden am Tag. Ausnahmen hinsichtlich der erlaubten Arbeitszeit können z. B. für Gaststätten und Bäckereien gelten.

Um Probleme und Ärger zu vermeiden, müssen auch diese vorübergehenden Beschäftigungsverhältnisse korrekt angemeldet und abgerechnet werden. Schüler, die einen „echten“ Ferienjob (nur während der Ferien) ausüben, sind in der Regel sogenannte „kurzfristig Beschäftigte“. Die kurzfristigen Beschäftigungen sind sozialversicherungsfrei. Ein Steuerabzug erfolgt meistens ebenfalls nicht. Jeder Ferienjob muss vom Arbeitgeber bei der Minijobzentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See an- und abgemeldet werden.