Sommerferien und Ferienjobs – was gibt es zu beachten?

Werder (Havel), 11. Juli 2016 –  „Bevor im September das neue Ausbildungsjahr startet, beginnen am 21. Juli erst einmal die Sommerferien. Viele Jugendliche nutzen die Zeit, um mit Ferienjobs das Taschengeld aufzustocken. Für Unternehmen ist das auch eine Chance, Fachkräfte zu gewinnen. Man kann die Jugendlichen für den eigenen Beruf begeistern und schauen, ob sie ins Unternehmen passen. Die IHK Potsdam hat deshalb zusammengestellt, was bei der Beschäftigung von Schülern und Studenten als Aushilfen im Betrieb zu beachten ist“, sagt Beate Fernengel, Präsidentin der IHK Potsdam, und verweist auf das Merkblatt „Ferienjobs / Beschäftigung von Schülern und Studenten“, das im Internet auf der Startseite der IHK Potsdam unter ihk-potsdam.de zu finden ist.

Um Jugendliche und Kinder vor übermäßigen Belastungen zu schützen, müssen Arbeitgeber in erster Linie die Vorschriften zum Arbeitsschutz berücksichtigen. Jugendliche ab 15 Jahren dürfen zwar mit Erlaubnis der Eltern in den Schulferien bis zu 20 Arbeitstage arbeiten. Es gelten jedoch einige Rahmenbedingungen – zum Beispiel dürfen Schüler bestimmte gefährliche und schwere Tätigkeiten nicht übernehmen. Die tägliche und wöchentliche Arbeitszeit ist, von Ausnahmen abgesehen, von Montag bis Freitag zwischen 6 und 20 Uhr, höchstens 8 Stunden am Tag. Ausnahmen hinsichtlich der erlaubten Arbeitszeit können z. B. für Gaststätten und Bäckereien gelten.

Um Probleme und Ärger zu vermeiden, müssen auch diese vorübergehenden Beschäftigungsverhältnisse korrekt angemeldet und abgerechnet werden. Schüler, die einen „echten“ Ferienjob (nur während der Ferien) ausüben, sind in der Regel sogenannte „kurzfristig Beschäftigte“. Die kurzfristigen Beschäftigungen sind sozialversicherungsfrei. Ein Steuerabzug erfolgt meistens ebenfalls nicht. Jeder Ferienjob muss vom Arbeitgeber bei der Minijobzentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See an- und abgemeldet werden.