SPD Werder zur Diskussion um die Blütentherme

Werder (Havel), 5. Mai 2018 – Folgende Pressemitteilung erreichte uns von der Werderaner SPD: „Seit mehreren Wochen steht fest, dass zur Fertigstellung der Blüten­therme zusätzliche ca. 30 Millionen Euro benötigt werden. Die aktuellen Dis­kus­sionen zeigen, dass nicht jeder Werderaner dafür so viel Geld ausgeben würde. Bei Umfragen in den sozialen Medien haben sich lediglich zwi­schen 25% und 15 % der Teilnehmer für die Fertigstellung der Blü­ten­therme in dieser Größenordnung ausgesprochen.   

Die Betriebskosten für die Therme waren dabei noch gar nicht thema­ti­siert worden. Fest steht, dass die Therme auch die zukünftigen Haus­hal­te erheblich beeinträchtigen wird. Allein die Kosten für die Abschreibung des Gebäudes dürften die zukünftigen Haushalte über 30 Jahre mit weit mehr als eine Million pro Jahr belasten. Darüber hinaus bleibt das Kostenrisiko für den Betrieb letztlich wohl bei der Stadt.

Die Blütentherme wird in Konkurrenz treten müssen mit der Fontane Ther­me in Neuruppin, der Kristall-Therme in Ludwigsfelde, der Fläming -Ther­me in Luckenwalde, dem Marienbad Brandenburg, dem Blu in Pots­dam und der Steintherme in Bad Belzig. Nach Schätzungen von Wirt­schafts­fachleuten ist der Bedarf mit den vorhandenen Thermen bereits gedeckt. Um erfolgreich zu sein, wird die Blü­ten­therme viele Neukunden ge­winnen und mehrere hunderttausend Besucher pro Jahr aus den an­deren Thermen abwerben müssen. Der wirtschaftliche Erfolg  ist also mit hohen Risiken verbunden. Hinzu kommt, die bereits heute schon heikle Verkehrssituation in Werder, die wohl massiv durch die Besucher der Therme verschärft werden wird. Risiken die letztlich wohl allein die Stadt tra­gen und überzeugend lösen muss.

Der Einzugsbereich wird aufgrund der benötigten Besucherzahlen, von mehreren Hunderttausend, wohl auch große Teile von Berlin umfassen. In erster Linie wird die Therme eine touristische Attraktion der Stadt sein, aber kein Bad für die Werderaner und die Sportvereine unserer Stadt. 

Die Verwirklichung der Blütentherme wird die finanziellen Möglichkeiten der Stadt über die nächsten Jahrzehnte einschränken und darüber hinaus die Verkehrssituation in der Innenstadt weiter verschlechtern. Der Bau sollte die Wünsche der Werderaner möglichst umfassend erfüllen und die Stadt nicht finanziell oder verkehrstechnisch überfordern. Wir fordern daher die CDU auf, sich im Ergebnis der Ausschreibung erneut der Diskussion zur Zukunft der Blü­ten­therme zu stellen. Die SPD Werder (Havel) ist zu konstruktiven Ge­sprächen bereit. Steven Bahl, Vorsitzender SPD Ortsverein Werder (Havel)