Spitzahorn, Hainbuche, Platane und Ulme für die B1

Im November werden insgesamt 103 Alleebäume im B1-Bereich zwischen Lietzes Weg und Potsdamer Straße pflanzen lassen. In Abhängigkeit vom Platz für die Kronen- und Wurzelentwicklung kommen abschnittsweise verschiedene Baumarten zur Anwendung, darunter Spitzahorn, Hainbuche, Platane und Ulme. Foto: wsw

Werder (Havel), 26. Oktober 2017 – Die Bundesstraße 1 zwischen dem Werderpark und dem Ortsausgang Glindow soll wieder ein geschlossenes Alleebild bekommen. Schon im vergangenen Jahr waren deshalb 84 neue Bäume zwischen Brandenburger Straße und Ortsausgang Glindow gepflanzt worden, 28 kranke und abgängige Bäume mussten gefällt werden. Jetzt soll der zweite Teil der Aktion starten, wie die Stadt in einer gemeinsamen Presseerklärung mit dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg mitteilte.

In Abstimmung mit der Stadt Werder (Havel) und der Unteren Naturschutzbehörde wird der Landesbetrieb Straßenwesen demnach im November insgesamt 103 Alleebäume im B1-Bereich zwischen Lietzes Weg und Potsdamer Straße pflanzen lassen. In Abhängigkeit vom Platz für die Kronen- und Wurzelentwicklung kommen abschnittsweise verschiedene Baumarten zur Anwendung, darunter Spitzahorn, Hainbuche, Platane und Ulme.

Die Ausschreibung für die Arbeiten hat die Firma Baumschulen Angendohr GmbH aus Märkisch Linden gewonnen. Sie wird die Pflanzung auch während der Fertigstellungspflege und der anschließenden vierjährigen Entwicklungspflege betreuen, so der Dezernatsleiter Planung West des Landesbetriebs, Frank Schmidt.

Im Vorfeld sei der vorhandene Altbaumbestand von einem Gutachter auf seine Vitalität hin untersucht worden. In Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde werde vor der Pflanzaktion die Fällung von 57 Bäumen erfolgen, deren Lebenserwartung nur noch begrenzt ist, so Frank Schmidt weiter. Während der Fäll- und Pflanzarbeiten ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Gerade der Xavier-Sturm habe gezeigt, dass die Alleebaumbestände ständiger Pflege und Erneuerung bedürfen. „Alleebäume sind durch den Straßenverkehr und Straßenbauarbeiten extremen Belastungen ausgesetzt.“ Wegen der Verkehrssicherungspflicht sei es nicht möglich, sie ihrem Schicksal zu überlassen und zu warten, bis sie in Raten absterben. Frank Schmidt: „Das funktioniert in Naturschutzgebieten, aber nicht an dicht befahrenen Straßen.“

Werders Bürgermeisterin Manuela Saß begrüßt, dass mit den Arbeiten die Berliner Straße durch Werder (Havel) wieder ein geschlossenes Bild bekommt und Gefahren durch herabfallende Äste beseitigt werden. „Das Verhältnis zwischen gefällten und gepflanzten Bäumen – insgesamt 85 zu 187 – zeigt, dass es sich um eine deutliche Aufwertung des Alleecharakters handelt“, so die Bürgermeisterin. Die Stadt Werder (Havel) ist an der Auswahl der zu pflanzenden Baumarten beteiligt worden.

Die Neubepflanzung der Allee ist eine Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen für die Baumaßnahmen, die vor einigen Jahren auf der Bundesstraße zwischen dem Bereich Strengbrücke und der Baumgartenbrücke durchgeführt wurden und bei denen unter anderem der neue Kreisverkehr an der Baumgartenbrücke entstanden ist. (red)