Tamara Thierschman – Eine stolze Werderanerin

Natürlich wissen die Kids aus der Erdbeergruppe der Kita „Werderaner Früchtchen“, dass ihre Erzieherin Tamara jetzt eine Königin ist. Was kann es auch für Kinder Schöneres geben, als von einer märchenhaft schönen Königin betreut zu werden? Und Tamara Thierschmann, Werders amtierende Baumblütenkönigin, nimmt dieses Amt ernst, absolviert viele viele offizielle Termine und präsentiert Werder mit großer Freude und Wissen über die Obstanbaukultur, die Stadt und ihrer Geschichte. So kommentierte sie beispielsweise vor zahlreichen Besuchern am Werderstand auf der Buga 2015 kenntnisreich den „Wir sind Werder“-Imagefilm.

Im täglichen Leben ist sie aber eben auch noch Erzieherin, Tochter, Freundin, Hundebesitzerin und Werderanerin mit vielen Hobbys. „Ich bin stolz, Werderanerin zu sein – das ist mein Ernst“, sagt sie – und hat das beste Beispiel dafür gleich parat. Als Tamara ihren Freund kennenlernte, behauptete der, aus der besten Kleinstadt der Welt zu kommen. Prompt erwiderte sie, dass sie aus der besten Kleinstadt der Welt komme. Nach einigem Hin und Her wurde klar, dass sie beide aus Werder kommen! Inzwischen teilen sie nicht nur die Liebe zur Heimat – sie wohnen zusammen und planen, eine Familie zu gründen. Denn Tamara ist mit drei Geschwistern aufgewachsen und möchte am liebsten auch vier Kinder. Ihre Berufswahl hatte also eine entsprechende Grundlage und ihr Kinderwunsch auch damit zu tun, dass sie aus einer Familie kommt, die „richtig eng zusammen ist und hält“, wie sie im Gespräch mit wirsindwerder erzählt.

Vor 15 Jahren gründeten ihre Eltern die Lohnmosterei Thierschman und stecken seitdem all ihre Kraft in den inzwischen großen Betrieb. Dort werden Äpfel, Erdbeeren, Kirschen oder auch Quitten zu naturbelassenen Säften oder zu Rohsaft zur Weinherstellung verarbeitet. „Kein Zuckerzusatz, keine Zusatzstoffe“, betont Tamara.

Natürlich haben Tamara und ihre Geschwister frühzeitig gelernt, wieviel Arbeit da zu tun ist und halfen nach Kräften mit. Dennoch könnte sie sich vorstellen, die elterliche Firma in späteren Jahren einmal zu übernehmen, gern mit ihrem Bruder zusammen. „Obwohl Erzieherin eigentlich mein Traumjob ist!“ Tamara bewundert ihre Mutter Angelika: „Ich bin ihr größter Fan. Wie sie das geschafft hat, die viele Arbeit und dann noch vier Kinder, das ist schon stark. Und ich liebe ihre Art – meistens jedenfalls! Sie ist so fröhlich!“

Die ansteckend fröhliche Art hat sie auf jeden Fall geerbt. Schlagfertig, offen, neugierig, wortgewandt und mit viel Charme – man kann sich nicht vorstellen, dass Tamara jemals schlechte Laune hat. Mit ihren beiden Jack Russel Terriern Bailey und Baloo ist die 26-Jährige viel unterwegs – im Stadtwald, auf dem Panoramaweg oder auch auf der Insel. „Dort ist es abends besonders schön, wenn Ruhe ist, da fühle ich mich wohl. Die alten Häuser und die Gassen … „, schwärmt sie von Werders Ursprung. Vielleicht kommt daher auch ihre Vorliebe für Romane, die im Mittelalter spielen. Aber auch „Die Tribute von Panem“, die „Twilight“-Reihe, „Fifty Shades of Grey“ und besonders der Science-Fiction-Roman „Seelen“ faszinierten die Leseratte. Auch Reiten gehört zu ihren Hobbys und natürlich trifft sich die passionierte Teetrinkerin (Anis-Kümmel-Fenchel) gern mit ihren Freunden. In Karaokebars geht sie, wie sie sagt, „nur zum Zuschauen“, trällert aber wenn es im Radio läuft, laut mit bei einem ihrer Lieblingslieder aus der Teenagerzeit: „Weil ich ein Mädchen bin“. Das würden wir zu gern mal von ihr hören …

Tamaras Schlusssatz beim Gespräch: „Ich bin Werder!“ – Dem können und wollen wir nichts hinzufügen!