Töplitz – Neujahrsempfang

Beim Neujahrsempfang im Werderaner Ortsteil Töplitz zeichneten der Ortsvorsteher Frank Ringel und Ortsbeiratsmitglied Michael Behrens Steffen Belikat, Jana Huber (nicht anwesend) und Kathrin Zosky für ihr unermüdliches Engagement für den Ortsteil aus. Foto: Schönbrunn

Werder (Havel), OT Töplitz, 13. Januar 2018 – Bevor sich die Dorfgemeinschaft am Nachmittag in Töplitz an der Badestelle beim „Knutfest“ traf, um den ausgedienten Weihnachtsbäumen traditionell die letzte Ehre zu erweisen, fand am Vormittag im Inselzentrum der 15. Neujahrsempfang statt.

Ortsvorsteher Frank Ringel freute sich über die vielen Gäste aus Vereinen und Institutionen sowie Vertretern aus Werder – der 1. Beigeordnete Christian Große und HGW-Chef Thomas Lück folgten seiner Einladung.
„Ein tolles Ortsleben haben wir hier. Wir haben viel geschafft und erneut bewiesen, dass wir nur gemeinsam immer weiter kommen“ – zeigte er sich stolz und begeistert bei seinem Jahresrückblick über den erneuten Beweis des starken Zusammenhaltes in Töplitz, der sich nicht nur in den über 50 Veranstaltungen auf der Insel zeigte, auf der 2000 Menschen leben.

Sein kurzweiliges und launig vorgetragenes Resümee des vergangenen Jahres fiel durchweg positiv aus, ohne die hauptamtlichen und die vielen ehrenamtlichen Helfer, denen er dankte, wäre ein so außergewöhnlich aktives gesellschaftliches Dorfleben nicht möglich. Grüne Woche, Karneval, die Übergabe des Feuerwehrgerätehauses, das Sommerfest oder das Volleyballturnier der mit fast 400 Töplitzern mitgliederstarken SG Töplitz, die Gratulationsaktion in Schule und Kita zum Frauentag, die erste und erfolgreiche Kita-Rallye, das Osterfeuer, der Insellauf, die Fußballmeisterschaften, der Tag der offenen Tür der Feuerwehr, das Lutherbankett, der Spaß Triathlon, der Tag der offenen Tür im Reiterhof Leest, die Teilnahme am Drachenbootrennen in Phöben, der Akkuschraubercup, der Kinderkirchentag, die Einweihung des Inselzentrums, der Weihnachtsmark – ein so aktives Dorfleben findet sich selten. Auf der Internetseite wird darüber mit vielen Bildern von Detlev Huber immer berichtet. Und das es auch 2018 aktiv, gesellig und sportlich weitergeht, ist klar. Dafür wurden beim Neujahrsempfang gleich von den zehn Vereinen alle bislang feststehenden Termine bekannt gegeben.

Auch Frank Ringel blickte für 2018 optimistisch voraus. So soll beispielsweise die Straßenbeleuchtung im Mittelbruchweg und im Kanalweg neu gebaut werden, sodass alle Kindergartenkinder und Schüler in der dunklen Jahreszeit den richtigen Weg finden.
In den nächsten beiden Jahren soll auch der Göttiner Damm, deren Bau in Plattenform noch aus LPG-Zeiten stammt, rekonstruiert werden.
An der Inselschule ist die Erneuerung des Schulhofes, des Spielplatzes und des Schulsportplatzes sowie die Innenrenovierung geplant. Dafür stehen, so der Ortsvorsteher, in den kommenden beiden Jahren rund 180 000 Euro Fördermittel zur Verfügung.
Im Haushalt der Stadt Werder (Havel) sind, wie Ringel informierte, 95 000 Euro in den nächsten beiden Jahren dafür eingeplant, Dienst- und Schutzkleidung für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet anzuschaffen. Davon werden dann auch die Töplitzer Kameraden profitieren.
Auf dem Friedhof – so der Herzenswunsch vieler Töplitzer – soll eine Wiese für Urnenbestattungen entstehen, der Platz sei bereits festgelegt, da fehle nur noch eine Beschlussfassung zur Änderung der Friedhofssatzung, so Ringel.
12 000 Euro hält der (noch nicht beschlossene) Doppelhaushalt von Werder für den Erhalt und die Pflege der Anlegestellen bereit.

Mit der Ehrenurkunde von Töplitz wurden Steffen Belikat, Kathrin Zosky und Jana Huber geehrt. Belikat wurde als „vollständig integrierter Zugezogener“ für die Erfindung und sein außergewöhnliches Engagement beim Akkuschrauber-Cup und beim Weihnachtsmarkt geehrt. „Wer nicht auf die Töplitzer zugeht, kommt hier nicht an“, heißt es üblicherweise, Belikat jedoch hätte auch bei der Unterstützung der Töplitzer Teilnahme am 10. Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ bewiesen, dass das für ihn nicht gilt.
Kathrin Zosky kennen wirklich alle in Töplitz. In ihrem kleinen Laden gibt es fast alles, sie ist immer freundlich, immer hilfsbereit, ihr großes Herz und die Kenntnisse aller runden Geburtstage und Jubiläen sind sprichwörtlich. „Und nicht nur nebenbei“, so Michael Behrens,  Vereinsvorsitzender der SG Töplitz, der als Laudator für die zu Ehrenden die richtigen Worte fand, ist Kathrin Zosky immer eine zuverlässige Unterstützung, auch als berufene Bürgerin im Ortsbeirat.
Jana Huber hat sich mit ihren gerade erst 37 Jahren, so Behrens, mehr um den Ort verdient gemacht, als manch anderer. Seit 20 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr, in der Jugendarbeit, als Trainerin beim Jugend-Fußball – immer verlässlich, immer aktiv. „Wenn Jana Huber heute hier wäre, würde sie die Gelegenheit nutzen und den Frauen zurufen, dass man auch als Frau bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv sein kann“.

Drei seiner Wünsche verriet Frank Ringel noch, wissend, dass man nicht bei „Wünsch’ Dir was“ oder im Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ sei. Er erhofft sich über eine Genehmigung des Bauamtes im Landkreis den Erhalt der Kfz-Werkstatt Zosky im Ort. Er wünscht sich eine kluge und umsichtige Umsetzung des 1996 aufgestellten Bebauungsplanes Hafen im Havelblick und er wünscht sich eine Fähre per Wassertaxi für Personen und Fahrräder nach Phöben. (wsw)