Turmgalerie startet am 3. März in die neue Saison

In der 45. Ausstellung in der Turmgalerie der Bismarckhöhe „Morgenstern im Bilde“ vom 3. März bis zum 2. April 2018 zeigt Dr. Monika Arlt Fotografien, Siebdrucke und Aquarelle zu Aphorismen von Christian Morgenstern. Bild: Ausstellung

Werder (Havel), 6. Februar 2018 – Ab dem 3. März ist die Turmgalerie Bismarckhöhe wieder für Besucher geöffnet. In diesem Jahr werden hier vier Ausstellungen stattfinden. Gezeigt wird ein abwechslungsreiches Programm aus Fotografie, Grafik und Malerei.

„Morgenstern im Bilde“

Die Turmgalerie hat sich das Ziel gesetzt, jedes Jahr eine Ausstellung dem Dichter Christian Morgenstern zu widmen. Unter dem Titel „Morgenstern im Bilde“ wird die erste Ausstellung in dieser Saison von Monika Arlt aus Berlin präsentiert. Auf eine spielerische, ungezwungene Weise hat sich Monika Arlt mit der Poesie Christian Morgensterns, seinem Humor und – in Anlehnung an Andy Warhols berühmte Marilyn Monroe Bilder – seiner Physiognomie befasst. Ihre beim Lesen seiner Gedichte auftauchenden Bilder hat Monika Arlt in Siebdrucke, Tuschzeichnungen und Collagen verwandelt.

„Scheinwelten“

In der zweiten Ausstellung „Scheinwelten“ werden Arbeiten der in Münster lebenden Künsterin Ayse Öykü Özgün gezeigt. Eine traumhaft bunte und schöne, zugleich jedoch stark geometrische, abstrahierte  Welt spiegelt sich in ihren Bildern wider. Das Anliegen der Künstlerin war „die Zerrissenheit des modernen Menschen aufzuzeigen. Einerseits die Sehnsucht der Annäherung an die Natur, die pure, reine Kindheit… und gleichzeitig aber die Entfernung von der Natur hin zum technologieabhängigen, egoistischen und selbstverliebten Menschen.“ Die Arbeiten sind in Acryl und Mischtechnik ausgeführt.

„Sagen und Nichtsagen“

„Sagen und Nichtsagen“ ist der Titel der dritten Ausstellung. Der aus Berlin kommende Künstler Ralf Berendt wird mit seinen Arbeiten – Collagen und Siebdrucke – in der Galerie zu Gast sein. Diese beiden Techniken ermöglichen dem Künstler einen freischaffenden künstlerischen Prozess, bei dem Improvisation und Zufall eine große Rolle spielen. Für ihn sei es eine Befreiung von Konventionen und Regeln, ein Spiel aus Sehen, Verarbeiten, Zerstören und Zusammenfügen. Dadurch entstehen neue Welten, eine neue Ordnung und neue Gesetze werden geschaffen.

„BaumHolz“

Das Kulturprogramm wird die Galerie in diesem Jahr mit der Ausstellung „BaumHolz“ abschließen. Hier werden Arbeiten der Künstler aus Potsdam Gisela Neuenhahn und Walter Wawra zu sehen sein. Für beide Künstler sind Bäume nicht nur einfach Pflanzen, sondern sie sind ein umfangreicher Entdeckungsort für das künstlerische Schaffen. Die Zeichnungen von Gisela Neuenhahn, in Fineline-Technik ausgeführt, sind nicht naturgetreu, sondern es handelt sich um skizzenhafte, lebendige Darstellungen, in denen menschliche Figuren erscheinen. „Ich denke mich in sie hinein und die Phantasie lässt körperhafte, verwandte Strukturen entstehen: sich krümmende, sich windende, verwundete, verkrüppelte, statische, sich befreiende.“ Für Walter Wawra spielen eine große Rolle die Veränderungen, die in Bäumen statt finden. „Pflanze ist Leben, also Veränderung wie auch Tod. Die Bilder dieser Veränderung im Leben und Vergehen sind mein Suchgebiet. Farben, Formen, Strukturen entstehen in vielfältigsten Variationen.“ Seine Fotografien zeigen Nahaufnahmen von Bäumen und nehmen den Betrachter auf Entdeckungsreise mit. (red/wsw)


Geöffnet ist die Turmgalerie von März bis November jeden 1., 3. und 5. Sonntag von 14 bis 18 Uhr sowie in der Zeit des 139. Baumblütenfests (28. April bis 6. Mai 2018) täglich 14 bis 18 Uhr. Weitere Öffnungstage: Ostersamstag, Himmelfahrt, Pfingstsonntag, Tag der Deutschen Einheit, „Feuer und Flamme“ jeweils 14 bis 18 Uhr. Sonderöffnungen und -führungen auf Anfrage und nach Vereinbarung.