Und da steht Ostern wieder vor der Tür …

Ostern in Werder

Gerade erst haben wir euch das perfekte Weihnachtsmenü vorgestellt, da ist schwuppdiwupp schon wieder Ostern. Also fast – eine Woche dauert es noch, bis die vielen fleißigen Osterhasen bunte Eier, Schokolade und andere Kleinigkeiten an geheimnisvollen Orten verstecken. Ab Mittwoch dürfen sich die Schulkinder auf die lang ersehnten Osterferien freuen. Das Frühlingswetter lässt ja noch etwas auf sich warten. Zwar strahlen wir mit jedem Sonnenstrahl um die Wette – wenn sie sich denn mal blicken lässt – aber um die Osterfeiertage erwartet uns ein kleiner Temperaturanstieg. Am Ostersonntag wird die Sonne scheinen – versprochen …

Grund genug, dass wir uns neben dem Eierfärben und -bemalen mal wieder damit beschäftigen, was Ostern überhaupt ist.
Seit nun fast 2000 Jahren feiern die Christen das Osterfest und damit die Auferstehung Jesu von den Toten. Für die Christen gilt es damit als das bedeutendste Fest im Kirchenjahr – mehr noch als Weihnachten. Aber mal von vorne!

Dass wir Ostern jedes Jahr an einem anderen Wochenende zwischen dem 22. März und dem 25. April feiern, liegt daran, dass sich das Osterfest an den Mondphasen orientiert. Dem ersten Vollmond nach dem Frühlingsanfang folgt der Ostersonntag. Die Karwoche, die mit dem heutigen Palmsonntag (der Sonntag vor dem Ostersonntag) beginnt, ist auch die erste Woche nach der Fastenzeit. Diese beginnt mit dem Aschermittwoch und dauert dann 40 Tage.

Die Osterfeiertage beginnen mit dem Gründonnerstag, der aber nichts mit der Farbe Grün zu tun hat, sondern sich viel mehr von „greinen“ ableiten lässt, was so viel wie „weinen“ heißt. Die „Greinenden“, also die Sünder, wurden früher am Aschermittwoch aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und am Gründonnerstag nach der Entlassung aus ihrer Bußzeit wieder in die Gemeinde aufgenommen.

Karfreitag ist der Tag, an dem Jesus verraten, verurteilt und noch am selben Abend gekreuzigt wurde.

Am Ostersonntag, dem dritten Tage nach der Kreuzigung, soll Jesus nach christlichem Glauben wieder auferstanden sein. Die Botschaft ist, dass es ein Leben nach dem Tod gebe und dieser der Anfang des ewigen Lebens bedeute.

Aber was hat das Osterfest dann mit Osterhasen und den vielen bunten Eiern zu tun?
So ganz klar ist das leider nicht. Der Hase soll allerdings das Symbol der Fruchtbarkeitsgöttin Eostre gewesen sein. Das Ostara-Fest, das die Göttin im Frühling gefeiert haben soll und das mit der Christianisierung zu Ostern wurde verband so also das Fest und den Hasen als sein Symbol. Es gibt aber auch unzählige Beispiele in Kunst und Architektur, in dem der Hase als Sinnbild von Leben und Wiedergeburt gilt.

Die vielen Eier zu Ostern erklärt man sich so, dass während der Karwoche keine Eier gegessen werden durften. Hühner lassen sich aber von solch einem Verbot wenig beeindrucken und legen weiter fleißig Eier vor sich hin. Früher galten Eier als besonders kostbar, teuer und wurden sogar als Zahlungsmittel akzeptiert. Während der Woche wurden die vielen Eier gelagert und angemalt. Anschließend ließ man die Eier weihen, um sie danach zu verspeisen. Aber auch das Ei symbolisiert neues Leben.

Unsere Tipps für die schönesten Ostereier

Eine schöne Tradition ist das gemeinsame Ostereierfärben. Foto: Surig/Sergio Lussino/akz-o
Eine schöne Tradition ist das gemeinsame Ostereierfärben. Foto: Surig/Sergio Lussino/akz-o

Damit eure gefärbten Ostereier richtig gut gelingen, verrät Surig Essig-Essenz (www.essig-essenz.de) ein paar Tricks:
Wichtig ist eine sorgsame Auswahl der Eier. Sie sollten auf jeden Fall frisch (Legestempel beachten), sauber und unbeschädigt sein. Weiße Eier sind besser geeignet als braune, weil auf ihnen die Farben schön kräftig werden. Der Legestempel lässt sich mit etwas Essig-Essenz entfernen.
Mit gekauften Farben geht das Eierfärben schnell und einfach. Etwas mehr Aufwand bedeutet es, die Farben aus natürlichen Zutaten selbst herzustellen. Doch ist dies umso spannender! Geeignet sind farbintensives Obst und Gemüse, wie Blaubeeren, Rote Bete, Karotten, Petersilie oder Spinat. Zwiebelschalen ergeben schöne braun-rote Farbtöne. Auch mit Tee und Gewürzen lohnt es sich zu experimentieren.
Die zerkleinerten Lebensmittel werden in etwas Wasser auskocht. Damit die Farbe gut haftet, kommt Essig-Essenz (25 Prozent) in die Farblösung (etwa ein Esslöffel auf einen halben Liter Wasser). Essig-Essenz verhindert zudem, dass die Eier beim Kochen platzen. Die vorbereiteten Eier müssen für zehn Minuten in den leicht köchelnden Sud. Für intensivere Farben bleiben sie anschließend noch eine Weile in der abkühlenden Flüssigkeit liegen. Einen schönen Glanz erhalten die Eier, wenn man sie nach dem Abkühlen mit etwas Öl einreibt.

Aber auch auf der Website Farben und Leben findet ihr eine große Übersicht, welche Naturstoffe welchen Farbton auf euren Eiern erzeugen. Wir sind ganz gespannt, wenn ihr uns Bilder eurer bunt gefärbten oder hübsch bemalten Eier an info@wirsindwerder.de sendet.

Ostern in Werder (Havel) und den Ortsteilen

Eine weitere Tradition an den Feiertagen ist das Osterfeuer. Es gilt als ein Symbol für die Wiederauferstehung, soll aber auch den Winter verabschieden und den Frühling einleiten. Die Asche des Feuers wurde auf den Feldern verstreut, sodass diese für die kommende Saison fruchtbarer werden. Heutzutage ist es aber viel mehr ein schöner Anlass, um gemeinsam mit Freunden, Familie oder Nachbarn und Bekannten eine gemütliche schöne Zeit zu verbringen.

Zu den Osterveranstaltungen in und um Werder (Havel) geht es hier entlang: OSTERFEUER & Co.
Für alle Bastel- und DIY-Liebhaber haben wir auf unserer Pinterest-Seite ein Board rund um Osterideen erstellt. Schaut doch da mal rein.

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Wir wünschen euch eine tolle Osterwoche!