Visionen für die BlütenTherme

MasterplanWerder (Havel). Das derzeit wohl meist diskutierte Thema in Werder ist die BlütenTherme.  Außer Frage steht, dass die Therme fertig gebaut werden wird. Einen Termin zu nennen, hieße, sich in den spekulativen Bereich zu begeben, Ende 2018 ist aber im Gespräch und scheint aussichtsreich. Versprechungen dazu wird es  verständlicherweise nicht geben.

Im gut besuchten Badausschuss gestern Abend wurden erneut die Weichen für die weiteren Planungen gestellt. Der Hamburger Architekt Gerhard J. Geising von „Geising & Böker“ stellte in einer Präsentation eine kühne Vision des Bades und der Umgebung vor. Bürgermeisterin Manuela Saß betonte, dass es darum ginge, die Therme jetzt zukunftssicher, attraktiv für Touristen und dabei bezahlbar für die Werderaner zu gestalten. Dabei sei es unausweichlich, das Umfeld der Therme mit in die aktuellen Planungen einzubeziehen. Änderungen des B-Planes würden das möglich machen, ohne einen zeitaufwändigen neuen B-Plan erstellen zu müssen. Im derzeitigen B-Plan seien bereits Planungen für den Außenbereich enthalten, auch zu Hotel und Ferienhaussiedlung. Der Technik-Bestand in der Therme sei auf dem modernsten Stand und müsste nicht erneuert werden.

In der Präsentation gezeigt wurden interessante, dabei visionäre Möglichkeiten, wie das gesamte Areal entwickelt werden könnte, um die Wirtschaftlichkeit der Therme zu sichern. Dabei wurden in der Therme selbst kaum Änderungen vorgeschlagen, lediglich kleine Optimierungen sowie eine Erweiterung um einen „Splash-Bereich“. Der könne an das zu bauende Hotel angeschlossen werden. Der Ferienhauspark könne ein weiteres Standbein für die Sicherung der Wirtschaftlichkeit der Therme sein. Um die Nutzer von Hotel und Ferienhauspark sowie die Tagesgäste ausreichend versorgen zu können, seien Erweiterungen im Gastro-Bereich sowie im Wellness- und Anwendungsbereich nötig. Der sei bislang eher zu klein konzipiert. Im Grundsatz nichts Neues: auch der ehemalige Partner, die Kristall Bäder AG, hatte einen Hotel- und Ferienhausbereich geplant.

Weitere, für die Attraktivität der Therme wichtige Möglichkeiten der Schaffung von Alleinstellungsmerkmalen des Areals wurden in der Präsentation aufgezeigt: unter anderem ein gläsern überdachter Hafen in einem möglichen Wohnumfeld an der Hafenseite, dort, wo in den bisherigen Planungen das Hotel stehen sollte, begrünte Parkdecks, Wohnbebauungen in einem stark durchgrüntem Areal, ein Leuchtturm mit Restaurant sowie Saunen direkt im Havelwasser. Dass diese Visionen nicht detailliert umsetzbar seien, betonte Manuela Saß nach der Präsentation, jedoch bräuchte die Therme auf jeden Fall interessante Attraktionen, dabei wären Visionen wie die von Geising und Böker hilfreich.

Keine Aussagen gab es gestern dazu, wer das Bad weiterbaut und/oder betreibt oder wer das Hotel und die Ferienhaussiedlung finanziert und baut. Der Badausschuss tagt wieder am 24. Juni, 16 Uhr. Sollte vorher wein weiterer Termin stattfinden, informieren wir euch natürlich!