Weihnachtsbäume – natürlich aus Werder

Bürgermeisterin Manuela Saß und Michael Preetz fällen den ersten Baum der Saison

Es dunkelt schon bald und draußen im Wald
klingt leise die Säge, man hört ein paar Schläge,
ein Baum wird gefällt, der’s Fest uns erhellt.

Tannenhof 2015

Ritsch-ratsch, ritsch-ratsch – von leiser Säge konnte am Donnerstag überhaupt nicht die Rede sein, als unsere Bürgermeisterin Manuela Saß gemeinsam mit Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz vor lokaler und überregionaler Presse eine drei Meter hohe Nordmann-Tanne fällte. Damit wurde auf dem Werderaner Tannenhof offiziell die bundesweite Saison der Weihnachtsbaumproduzenten eröffnet. Unterstützt wurden sie von der amtierenden Weihnachtsbaumkönigin Saskia Blümel, unserer Baumblütenkönigin Tamara Thierschmann sowie begeisterten Kindern vom SOS-Kinderdorf Brandenburg.
Hintergrund: Deutschlandweit werden bei der Aktion „Weihnachtsbäume helfen Kindern“ Spenden für die SOS-Kinderdörfer gesammelt. Das   Startkapital für das Jahr 2015 wurde in Werder durch das anschließende Torwandschießen erspielt. Der Werderaner Tannenhof honorierte die ersten zehn Treffer mit insgesamt 1 000 Euro. Mitmachen kann man bei der Aktion „Weihnachtsbäume helfen Kindern“ ganz einfach, indem man einen entsprechend gekennzeichneten Baum kauft. Ein Teil des Baumpreises geht dann an die SOS-Kinderdörfer.

Der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger vergibt den Startschuss der Saison jedes Jahr an einen anderen Landesverband. Michael Preetz folgte mit der Aktion gestern in Werder auf den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der im vergangenen Jahr den ersten offiziellen Weihnachtsbaum des Jahres fällen durfte.
Der Tannenhof im Ortsteil Plessow in der Lehniner Chaussee 19 ist natürlich bestens für so eine schöne Aktion geeignet. Und für den besonderen Tag mit so hohem Besuch war der Hof prächtig weihnachtlich-festlich geschmückt, das Landespolizeiorchester spielte Weihnachtslieder.
„Werder gehört bereits seit 12 Jahren zum Kreis unserer Partnerstädte in Brandenburg. Eine Partnerschaft, die ihren Ausdruck in vielen Aktionen und Projekten finden. Wir freuen uns sehr, dass wir Werder heute bei diesem wichtigen Startschuss unterstützen können“, sagte Michael Preetz, der übrigens das erste Mal Werkzeug in die Hand nahm, um einen Weihnachtsbaum zu schlagen. Dieser wird ab der kommenden Woche die Geschäftsstelle des Hauptstadtklubs schmücken. Ein weiterer Baum des Werderaner Tannehofes geht an die Erstaufnahmeeinrichtung im Horst-Korber-Sportzentrum auf dem Olympiagelände.
Die Premiere war „ein besonderes Erlebnis“ für ihn, wie Preetz sichtlich stolz sagte. Er könne sich nun auch vorstellen, seinen Familienweihnachtsbaum in diesem Jahr auch selbst auszusuchen und zu fällen.

Auf rund 50 Hektar Fläche wachsen auf dem Tannenhof bei den Inhabern Gerald Mai und Karin Lorenz beileibe nicht nur die bei den Deutschen so beliebten Nordmann-Tannen. Coloradotannen, Schwarzkiefern, Rotfichten, Blaufichten, Koreatannen, Douglasien oder Serbische Fichten – hier findet jeder seinen ganz individuellen Traumweihnachtsbaum.
Mehr als 90 Prozent der Deutschen lieben den übrigens urdeutschen Brauch, sich zum Fest der Liebe einen geschmückten Baum in die gute Stube zu stellen. Und rund 20 000 Bäume kommen jährlich vom Werderaner Tannenhof – auch viele Firmen holen oder bestellen hier ihre Bäume für ihre Räumlichkeiten und Weihnachtsfeiern. Viele der immergrünen Nadelgehölze schmücken in den nächsten Wochen auch die Weihnachtsmärkte.
Seit der Eröffnung können sich Besucher ihren Baum auf dem Tannenhof auch wieder selbst schlagen. Auf dem Werderaner Tannenhof kostet der Meter Nordmann-Tanne rund 20 Euro beim Selbstschlagen in der Plantage. Die Nordmann-Tanne ist dann im Schnitt zehn bis 15 Jahre alt. Kiefern sind mit etwa sieben Jahren weihnachtsbaumtauglich und damit etwas preiswerter. Wer nicht das richtige Werkzeug zum Baumschlagen hat, bekommt eine Säge und einen Karren gestellt. Am Stand wird der Stamm der Bäume für den Ständer passend gemacht und für den Transport nach Hause in ein Netz gehüllt. Und wenn das Auto dann zu klein oder der Baum zu groß ist, wird er auch nach Hause geliefert. Am heutigen Samstag startet das Spektakel um 9 Uhr am Hofladen. Es gibt alles – vom Weihnachtsbaumständer bis zur Lichterkette, vom Tannenlikör über Tannenhonig, schönes Getöpfertes von der Werderaner Künstlerin Gabriele Karele bis zu anderen kleinen Nettigkeiten zum Verschenken. Zur Stärkung gibt es Glühwein und Bratwurst.

Und hätten Sie’s gewusst? Mit 37,5 Prozent gehört Brandenburg zu den fünf Bundesländern mit dem größten Waldanteil an der Landesfläche. Es gibt 1,1 Millionen Hektar Wald in Brandenburg! Deutschland ist überhaupt der weltweit größte Markt für Weihnachtsbäume. Insgesamt werden Schätzungen zufolge 25 Millionen Weihnachtsbäume verkauft – der Trend geht übrigens zum Zweitbaum. Immer mehr Menschen stellen sich auch in den Garten, vor die Tür, auf den Hof, auf die Terrasse oder in ein weiteres Zimmer der Wohnung einen weiteren geschmückten Baum. Und die festliche Pracht lassen sich die Deutschen auch etwas kosten – rund eine Milliarde Euro werden sie für Baum und Schmuck ausgeben.

Alle Informationen, auch zu den Öffnungszeiten: www.werderaner-tannenhof.de
Wer sich vorab über die verschiedenen Bäume informieren möchte, kann das hier tun: http://werderaner-tannenhof.de/weihnachtsbaum-selber-schlagen/weihnachtsbaeumesorten/
Und für die richtigen Fans vom Weihnachtsbaum gibt es hier noch viel mehr und wirklich interessante Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsbaum