Weniger Straftaten – höhere Aufklärungsquote

Heute stellte die Polizeidirektion Potsdam West die Kriminalstatistik 2017 vor. Ein Ergebnis: weniger Straftaten – höhere Aufklärungsquote.

Brandenburg, 21. März 2018 – Der Leiter der Polizeidirektion West, Peter Meyritz, konnte bei der heutigen Bekanntgabe der Kriminalstatistik für seinen Bereich eine positive Bilanz ziehen. Die Polizeidirektion West erstreckt sich über eine Fläche von 6800 Quadratkilometern und umfasst territorial die Landkreise Potsdam-Mittelmark, Havelland, Teltow-Fläming sowie die kreisfreien Städte Brandenburg an der Havel und die Landeshauptstadt Potsdam.

Peter Meyritz: „Wie bundesweit ist auch in der Polizeidirektion West die Anzahl der Straftaten erheblich zurückgegangen, die Aufklärungsquote konnte abermals gesteigert werden. Auch in diesem Jahr haben wir uns wieder vorgenommen, die erreichten Ziele auf einem guten Niveau beizubehalten oder sogar zu steigern. Wir wollen jeden Tag ein bisschen besser werden, um Ihre Sicherheit im Bereich der Polizeidirektion West zu gewährleisten.“

Erst in der vergangenen Woche hatte die Landesregierung ihre landesweite Kriminalstatistik veröffentlicht. Brandenburg ist sicherer geworden: Erstmals wurden weniger als 180.000 Straftaten im Land Brandenburg erfasst; nämlich fast genau 175.000. Wir haben hier darüber berichtet.

In der Polizeidirektion West wurden im Jahr 2017 insgesamt 54.390 Straftaten registriert. 2016 waren es noch 59.250. Die Gesamtaufklärungsquote stieg zum Vorjahr auf 54,6 Prozent. Zum Vergleich – 2016 waren es 50,8 Prozent.

Gemeinsam mit dem Leiter der Kriminalpolizei in der Polizeidirektion, Kriminaldirektor Sven Mutschischk, stellte Peter Meyritz die Kriminalitätslage in der Polizeidirektion West dar. Demnach wurden 2017 in der Polizeidirektion 54.390 Straftaten registriert, 2016 waren es 59.250. Die Gesamtaufklärungsquote stieg zum Vorjahr auf 54,6 Prozent. Im Jahre 2016: waren es 50,8 Prozent. Ein Rückgang der Fallzahlen wurde wieder im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahls (-502), der Diebstähle von KFZ (-61) und der Fahrraddiebstähle (- 790) registriert.

Sven Mutschischk: „Trotz der erfreulichen Rückgänge im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahl und bei den Diebstahlsdelikten rund ums Kfz werden wir hier weiterhin Schwerpunkte setzen, um einer Trendumkehr entgegenzuwirken.“

Der Wermutstropfen in der Statistik der Polizeidirektion West: Bei den Gewaltdelikten mussten steigende Fallzahlen verzeichnet werden. So stiegen die Fälle im Bereich der Raubdelikte und räuberischer Erpressung (+15) sowie bei gefährlichen und schweren Körperverletzungen (+145). Auch dieser Trend deckt sich mit den landesweiten Zahlen: Im vergangenen Jahr wurden brandenburgweit insgesamt gut 5.100 Gewaltstraftaten festgestellt. Das sind rund 1.000 mehr als im Jahr 2015 und etwa 400 Straftaten mehr als im Jahr 2016. Zuvor war die Gewaltkriminalität im Land bis zum Jahr 2015 langjährig zurückgegangen.

Erfreulich ist, dass die Zahl der erfassten Straftaten immer weiter sinkt, sodass die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, in den letzten zwei Jahren um fast 14 Prozent gesunken ist. 2015 hatte die Polizeidirektion West noch eine Zahl von 8.085 Straftaten pro 100.000 Einwohner erfasst, im Jahr 2017 waren es nur noch 6.972 Straftaten auf 100.000 Einwohner. Ebenfalls markant ist der Rückgang der Diebstahlsdelikte um 2.705 Delikte. 2016 wurden in diesem Feld noch 24.444 Strafanzeigen und 2017 21.739 aufgenommen.

Peter Meyritz musste auch eine gestiegene Zahl der Unfälle konstatieren (+868), konnte jedoch mitteilen, dass die Zahl der Verkehrsunfalltoten gesunken ist (-2).

Peter Meyritz: „Mehr Verkehrsunfälle, aber weniger Verkehrstote hatte die Polizeidirektion West für das Jahr 2017 zu verzeichnen. Auch die Zahl der verletzten Personen im Straßenverkehr ist zurückgegangen. Dies darf jedoch nicht Anlass dafür sein, mit Kontrollen und präventiven Maßnahmen, die zur Bekämpfung der Hauptunfallursachen dienen, nachzulassen. Die Informationskampagne „Rettungsgasse“ war im Jahr 2017 ein gesetzter Schwerpunkt, der im neuen Jahr 2018 durch die Kontrolloffensive „Die Gefahr liegt im `Toten Winkel` – ein Blick der Leben retten kann“ weitergeführt wird.
Nur die konsequente und dauerhafte Kontrolle ist ein, bis zu einem gewissen Maße regulierendes Instrument, um Einfluss nehmen zu können. Und das wollen wir nutzen.“

Genauso erfreulich ist, dass die Verkehrsunfälle mit Personenschaden 2017 im Vergleich zum Jahr 2016 gesunken sind (-59), genauso wie die verletzten Personen im Straßenverkehr von 2016: 3.627 auf 2017: 3.584 – ein Rückgang um 43.

Der Leiter des Sachbereiches Verkehr im Direktionsstab, Andreas Wendland, gab als
Schwerpunkt der Sachschadenunfälle in der Polizeidirektion West den Bereich des südlichen Berliner Rings auf der A10 an.
„Hier durchfahren täglich bis zu 70.000 Pkw und 20.000 Lkw den Bereich der Baustelle. Dies ist nicht nur für die Straßenmeisterei und die Freiwilligen Feuerwehren eine riesige Herausforderung, sondern auch und gerade für die Verkehrspolizei der Polizeidirektion West. Durch die sich ständig verändernde Verkehrsführung entsteht weder bei den Kraftfahrern noch bei den Kollegen Alltag in diesem Bereich. Wir sind bemüht, durch Geschwindigkeitskontrollen, Abstandskontrollen und Kontrollen des Schwerlasttransportes den Bereich zu überwachen und so schweren Verkehrsunfällen vorzubeugen.“ (wsw)