Wenn die Bäume brennen in Werder …

… dann hat der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr in Werder (Havel) wieder ein Riesenspektakel für jung und alt organisiert

Werder (Havel), 13. Januar 2018 – „Siehste, Karlchen, die Kleinen sind bei der Kinderfeuerwehr!“ – Opa Dieter weiß ganz genau, wie er Klein-Karlchen begeistern kann. Denn die Steppkes mit der Kluft und den schicken Warn-Westen von der Freiwilligen Feuerwehr dürfen helfen, die Bäume näher ans Feuer zu bringen. Das gefällt Karlchen gut – gerne würde er helfen. Die leuchtenden Augen des 6-Jährigen und der Spaß beim traditionellen Weihnachtsbaumverbrennen auf dem Hartplatz sorgen vielleicht dafür, das Opa Dieter nächste Woche mit Karlchen zur Feuerwehr geht und seinen Enkel anmeldet.

Leuchtende Augen gab es aber nicht nur bei Karlchen, die Stockbrote konnten gar nicht schnell genug gewickelt werden – am Stand eine lange Schlange, am Feuer nur gute Laune. Und wenn es anfangs auch beim großen – später wirklich gigantischen – Feuer ordentlich qualmte – die gute Laune, die flotte Musik, der Glühwein und die Bratwürste sorgten für ausnahmslos gute Stimmung auf dem Hartplatz, ebenso das krönende Feuerwerk.

Was der Förderverein der Feuerwehr da seit einigen Jahren überaus engagiert und professionell auf die Beine stellt, ist tatsächlich der erste Höhepunkt des Jahres in der Blütenstadt. Man trifft sich, wertet mit den Bekannten noch die Weihnachtszeit und die Silvesterparty aus und freut sich, wie die ausgedienten Weihnachtsbäume brennen, die die Kameraden einen um den anderen ins größer werdende Feuer werfen. Der Termin in Werder fiel in diesem Jahr tatsächlich mit dem 13. Januar auf den in Norwegen, Finnland und Schweden gefeierten St. Knuts-Tag. Der Tag ist benannt nach Knut IV. dem Heiligen, König von Dänemark. Denn dass man von einem großen schwedischen Möbelhaus jährlich aufgefordert wird, die Bäume aus dem Fenster zu werfen, hat tatsächlich einen historischen Hintergrund.

Der Reinerlös der Veranstaltung in Werder (Havel) kommt der Freiwilligen Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr Werder (Havel) zu Gute – dafür kann man beim Glühwein und Bratwurst schon mal ordentlich Trinkgeld geben. Wir freuen uns auf das nächste Jahr und die nächste Veranstaltung – und vielleicht ist Karlchen dann schon dabei und darf helfen, die Bäume an das Feuer zu tragen. (wsw)