Werder zeigt sich gegen Mecklenburger Stiere erneut macht- und sieglos

Alle Fotos: Sylvia Göres

Schwerin/Werder (Havel), 1. Februar 2017 – Zum wiederholten Mal gastierte man im hohen Norden, um gegen die derzeit Tabellensechsten, die Mecklenburger Stiere aus Schwerin, anzutreten. So gewannen diese in der Hinrunde noch haushoch mit einer 18-Tore-Differenz und ließen die Werderaner damals ratlos zurück. Den Mecklenburgern gelang es zuletzt gegen den SV Beckdorf, die als Tabellenletzte Werder mit 25:23 besiegten, auswärts nur mit knapp einem Tor Unterschied zu bezwingen. Das ließ das Team um Krause/Ziegler aufhorchen: Das Rückrundenspiel sollte nun eine klare Wende bringen! Eine Einschätzung und Prognose konnten und wollten die Blütenstädter jedoch nur unter Vorbehalt abgeben. Alex Wirt hingegen, Ex-Schweriner, nahm sich vor, den Stieren gehörig die Stirn zu bieten und sich sowie der restlichen Mannschaft zwei weitere Punkte einzubringen.

Gleich zu Beginn der Partie erwischte Werder einen guten Start und erzielte den ersten Treffer des Spiels. In den darauffolgenden Minuten blieben die Blütenstädter hochkonzentriert am Ball und behielten die Führung inne. Zwischenzeitlich stand es sogar 5:7 für die Gäste aus Brandenburg. Doch Schwerin ließ sich nicht abschütteln und die knapp 1.200 Zuschauer feuerten ihre Mannschaft zum Ausgleich an. Bis zum Ende der ersten Halbzeit wechselte sich die Führung immer wieder ab, beide Mannschaften spielten auf Augenhöhe und Werder ging verdient mit einem 14:14-Unentschieden in die Halbzeitansprache. „Hier ist was drin, Leute!“, frohlockte Coach Krause in der Kabine als er seine Männer dazu anwies, weiterhin druckvoll und ruhig aufzuspielen.

In Halbzeit 2 bot sich ein ähnliches Bild: Eine Überlegenheit auf Seiten Werders oder Schwerins war nicht deutlich erkennbar. In der 38. Minute folgten dann aber zwei leichte und zugleich folgenschwere Fehler, die die Stiere aus Schwerin eiskalt ausnutzten und zeitweise auf ein 23:18 davonziehen konnten. Wer Werder kennt, weiß, dass sich hier ihre wohl vermeintlich größte Stärke zeigte: Nicht den Kopf zu verlieren und einen möglichen Rückstand kämpferisch zu verkürzen. Bis kurz vor Ende der Partie erwies sich Werder also wie gewohnt als „Kampfschwein“ und tastete sich auf ein 25:22 heran. Leider musste man sich aber über viele fragwürdigen Zwei-Minuten-Strafen ärgern. Später mussten sich Blütenstädter auch noch eingestehen, dass man in Unterzahl nicht mehr mithalten konnte. Schlussendlich verlor man die durchwachsene Partie mit 31:25.

Wir bedanken uns bei dem Gastgeber für eine tolle Atmosphäre und ein spannendes Spiel. Auch den 20 verrückten Fans sei an dieser Stelle ein großer Dank ausgesprochen – eure Unterstützung ist Gold wert!

Am 4. Februar 2017 findet das erste Heimspiel der Rückspielrunde nach dem Jahreswechsel statt. Gegner ist der SG VTB Altjührden, die mit Tabellenplatz 14 in Werders Schlagdistanz rangieren und somit unseren allernächsten Konkurrenten im Abstiegskampf darstellen. Ab 19 Uhr soll die „Ernst-Haeckel-Hölle“ wieder brennen. Kommt vorbei und feuert uns an! (C. Drescher; M. Ulrich)


Sehr lesenswert ist auch das Interview von Maria Ulrich mit Robin Huntz auf der Internetseite des HV Grün-Weiß-Werder. Robin Huntz, Rückraum-Spieler von Grün-Weiß, wichtiger Tor-Garant und bedeutender Eckpfeiler der Mannen um Trainergespann Krause/Ziegler verlässt Werder nach vier erfolgreichen Jahren, eines davon in der 3. Liga, Richtung Potsdam. Der 22-Jährige läuft ab der kommenden Saison für den ehemaligen Partnerverein, den 1. VfL Potsdam 1990 e. V. auf.