Werders Höhengaststätten

Sie gehört zu den vielen Werderanern, die noch nicht immer hier gewohnt haben, aber eine große Liebe zur neuen Heimat entwickelten. Ingeborg Lauwaßer allerdings hat inzwischen ein so großes und vielfältiges Wissen über Werder, die Werderschen und die Geschichte der Stadt gesammelt und auch aufgeschrieben – da können nicht viele mithalten. Neben ihrer Arbeit bei der AWO betreibt sie die Internetplattform havel-kuenstler.de, dort finden sich neben den von Lauwaßer als Galeristin betreute Künstler im Shop auch alle ihre Bücher.

Sie wohnt mit ihrem Mann, dem Künstler Karsten Brätz, im Ortsteil Glindow. Und das Haus mit den blauen Fensterläden scheint ein Tor zur Phantasie und zu einem besonders gutem Zeitmanagement zu haben – denn anders ist es wohl nicht zur erklären, wie Ingeborg Lauwaßer ihren Job und ihre schier unendliche Kreativität unter einen Hut bekommt. Sie hat immer neue Ideen für Geschichten oder Aktionen – auch und gerade ihre Arbeit bei der AWO inspiriert sie immer wieder. Beispielsweise zu dem generationsübergreifendes Projekt, bei dem Zeitzeugen und Schüler gemeinsam die Geschichte erforschten. Ebenso generationsübergreifend entstand ein Kochbuch, das Werderaner Schülerinnen und Schüler und Seniorinnen und Senioren gemeinsam ‚erkochten‘. Und mit einer Hörspiel-CD zum Thema Alzheimer ging Lauwaßer mit ihren Mitstreitern ein immer aktuelles Thema an. Unter dem Motto „Kunst bewegt & vereint“ organisiert die Mitbegründerin des damaligen Kulturvereins „Inselstadt“ Ausstellungen, als Autorin sorgte sie dafür, dass wir erfahren, wie man „Havelzander im Apfelbett“ zubereitet. Weitere Bücher von ihr heißen „Die Abenteuer der Zwiesel“ – ein ganz zauberhaft von Tino Würfel illustriertes Kinderbuch, der Katzenroman „Artayo“ oder „Zum Vater Felsch“. Darin hat Lauwaßer die Geschichte des Gastwirtes Felsch erzählt, dessen Aufzeichnungen sie im Archiv in Werder fand.

Geschichte schrieben auch die Gastwirte der Höhengaststätten in Werder. Und wer kennt sie alle? Neben der Obstweinschänke des genannten Wilhelm Felsch gab es auch noch die „Gerlachshöhe“. Darüber und über Werders andere Höhengaststätten schreibt Lauwaßer in dem Buch „Werders Höhengaststätten“. Höhen und Tiefen der Höhengaststätten, gänzlicher Verfall oder Wiederaufbau, der Leser geht auf eine informative und humorvolle Zeitreise durch die Jahrhunderte. Das Buch können Interessierte bei Edeka in Werder kaufen oder über die Internetseite bestellen.