Werders kluge Kinder

Die Werderaner Abiturientin Hannah Joy Hofer bei der Preisverleihung an der Uni Potsdam. Foto: T. Hölzel

Werder (Havel), 15. Juli 2016 – Herzlichen Glückwunsch an alle Werderaner Schülerinnen und Schüler, die gerade ihr Abitur bestanden haben!

Wir haben in unserer Stadt zwei Schülerinnen, die das Abi sogar mit der Traumnote 1,0 bestanden haben: Isabel Kaltenstadler und Hannah Joy Hofer. Ihre Anstrengungen haben sich gelohnt! Das bestätigt auch ihr Direktor vom Haeckel-Gymnasium, Jörg Ritter. „Vom Notendurchschnitt war das der bislang beste Jahrgang“.
Natürlich sei er stolz und zufrieden mit diesen Leistungen. Dennoch: „Es haben nicht alle ihr Ziel erreicht“.

640 Schülerinnen und Schüler lernen an der Schule im Kesselgrund für’s Leben. Und gerade das vergangene Schuljahr war problematisch. „Wir hatten zu kämpfen mit nicht vorhersehbaren Vertretungssituationen“, erklärt Jörg Ritter gegenüber wirsindwerder.de. Wenn Lehrerinnen oder Lehrer in den Ruhestand gehen, sei das planbar, jedoch kamen – auch längere – Krankheitsfälle dazu, mit denen umzugehen nicht immer einfach war.

Hannah Joy Hofer hat vorher schon bewiesen, dass sie zu „Werders klügsten Kindern“ gehört. Hannah erhielt am 17. Juni an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam eine Urkunde über einen zweiten Platz bei der Verleihung der Dr. Hans Riegel-Fachpreise für herausragende Schülerarbeiten! Sie schrieb ihre ausgezeichnete Seminararbeit zum Thema „Der Einfluss von aerobem Sport auf die zerebrale Leistungsfähigkeit im schulischen Kontext“.

Bei diesem Wettbewerb, den die Uni jährlich in Kooperation mit der Dr. Hans Riegel-Stiftung ausrichtet, werden in den Unterrichtsfächern Biologie, Chemie, Geografie, Informatik, Mathematik und Physik die jeweils besten Einsendungen ausgezeichnet. Insgesamt 129 Schülerinnen und Schüler aus ganz Brandenburg bewarben sich mit ihren Arbeiten.
Abiturientinnen und Abiturienten müssen dabei im Rahmen des Lehrplans wissenschaftspropädeutische Seminare, sogenannte W-Seminare, in denen sie das wissenschaftliche Arbeiten erlernen sollen, belegen. Mit ihren Seminararbeiten konnten sich die Schülerinnen und Schüler dann an der Universität Potsdam für die Dr. Hans Riegel-Fachpreise bewerben. Eine Fachjury, bestehend aus Professoren und Dozenten der Uni Potsdam, begutachtete und bewertete die Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien.

Abitur 2016 – Blick ins Land Brandenburg

In diesem Schuljahr wurde der bisher höchste Anteil an 1,0-Abis der letzten zehn Jahre erreicht. Die 231 „EinsKommaNuller“-Abiturientinnen und -Abiturienten im Schuljahr 2015/16 entsprechen 2,72 Prozent aller 8 519 Prüflinge, die das Abitur bestanden haben – darunter auch zwei Prüflinge des Zweiten Bildungsweges. Damit sind alle Schulformen des Landes Brandenburg vertreten, die den Bildungsgang zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife anbieten – so informierte das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport in einer Pressemitteilung.

Landesweit haben 231 Abiturientinnen und Abiturienten im auslaufenden Schuljahr 2015/16 ihr Abitur mit der Traumnote 1,0 bestanden. Bildungsminister Günter Baaske freut sich über diese ausgezeichneten Abiturzeugnisse und hat jedem „EinsKommaNuller“ – auch Hannah Joy Hofer und Isabell Kaltenstadler – mit einer unterschriebenen Urkunde gratuliert. Die landesweite Durchschnittsnote beträgt 2,3.

Baaske: „Dieses exzellente Abitur ist Ausdruck von großer Anstrengung, enormem Fleiß und einer konsequenten Lerneinstellung der Schülerinnen und Schüler. Die Abiturienten haben gut geackert. Jetzt sollen sie die Ferien genießen.“ Zugleich bedankt er sich bei den Lehrerinnen und Lehrer, „die die Schülerinnen und Schüler engagiert begleitet und unterstützt haben.“

In der Urkunde von Baaske ist eine Songzeile der Band „Die Ärzte“ abgedruckt: „Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wäre nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt.“ Er zitiert sie auch häufig in Diskussionen mit Jugendlichen. Baaske: „Ich will die jungen Menschen anregen, das Leben anzupacken, sich einzumischen, die Gesellschaft voranzubringen. Und viele junge Frauen und Männer machen das ja bereits zum Beispiel im Ehrenamt.“