Werders Sportvereine – Ausstellung im Kunstgeschoss eröffnet

Volles Haus zur Vernissage: Am Mittwochabend ist die Ausstellung „Die Geschichte unserer Sportvereine“ im KUNST-GESCHOSS in Werder (Havel) eröffnet worden. Die Idee für die Ausstellung hatte Stadtsportbundchef Klaus-Dieter Bartsch. Sie ist mit der Unterstützung von 15 Sportvereinen der Stadt und dem KUNST-GESCHOSS-Kurator Frank W. Weber umgesetzt worden.

Originelle, handgemalte Poster des FC Viktoria aus der Nachkriegszeit, die Olympiamedaille von 1976 der Werderaner Ruderin Brigitte Ahrenholz, eine historische Schützenscheibe von 1912 oder ein fahrbereites und zugelassenes Dürrkopp-Motorrad  von 1902 des MC Blütenstadt sind unter den Dutzenden historischen Ausstellungsstücken zu finden.

Die ersten Werderaner ergänzten die Schau bereits mit Stücken aus ihrer eigenen Sammlung, so ist die handgestickte Gründungsfahne des Radsportvereins Borussia 1895 am Mittwoch durch Bei-Wimpel ergänzt worden. Und Peter Enke brachte das vermutlich älteste Sportbild aus seiner Sammlung mit: Es zeigt den „Städtischen Männerturnverein zu Werder a. H.“ und stammt aus dem Jahre 1894. „Die Sportvereine von Werder waren immer ein Ort sozialer Gemeinschaft in allen Lebenslagen“, sagte Kurator Weber. Die ausgestellten Stücke würden die großen Erfolge der Werderaner Vereinssportler bis hin zum Olympiasieg darstellen. Nach den Worten von Klaus-Dieter Bartsch spielt die Ausstellung im KUNST-GESCHOSS „in der Champions League“.

Er sei stolz, dass die Tradition der Sportvereine im Jahr des 700. Stadtjubiläums in dieser Form gewürdigt wird, sagte Klaus-Dieter Bartsch. Er erinnerte daran, dass Werder (Havel) im Jahr 2007 Landessieger beim Wettbewerb „Sportlichste Stadt des Landes Brandenburg“ geworden ist, im kommenden Jahr wolle man sich erneut um den Titel bewerben.

Bürgermeisterin Manuela Saß und Werders 1. Beigeordneter Christian Große würdigten am Mittwoch das Engagement von Klaus-Dieter Bartsch, der den Stadtsportbund seit seiner Neugründung im Jahr 1992, also seit 25 Jahren, leitet und in seiner Funktion unzählige Impulse für das Sportleben in Werder setzen konnte. „Sie sind überall in Werder dabei und manchmal frage ich mich, ob ihr Tag 48 Stunden hat“, so die Bürgermeisterin. Bartsch erhielt die Jubiläumsmedaille der Stadt mit der Nummer 10. „Das ist beim Fußball die Nummer des Spielemachers, die hast Du Dir verdient“, so Christian Große.

Mit der Ehrenurkunde der Stadt ist bei der Vernissage am Mittwoch der Werderaner Geher Christopher Linke gewürdigt worden. Bürgermeisterin Saß erinnerte an sportliche Erfolge wie die Olympiateilnahme 2012. Bei der Olympiade 2016 in Rio de Janeiro und bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 habe er gegen die weltweite Konkurrenz fünfte Plätze erringen können. Die vertraute Werderaner Fahne sei bei allen wichtigen Rennen präsent und bis heute nehme Christopher Linke auch an den Baumblütenläufen in seiner Heimatstadt teil. „Zu Ihrem Heimspiel am 11. August 2018 zu den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin ist alles möglich. Das sportbegeisterte Werder wird sie unterstützen und anfeuern“, so Manuela Saß.

 

Ausstellung vom 9. November bis 7. Januar 2018, immer Donnerstag, Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Wegen der Feiertage ist die Stadtgalerie KUNST-GESCHOSS nicht am 23. und 24. Dezember, am 31. Dezember und am 1. Januar geöffnet, dafür aber zusätzlich am 25. und 26. Dezember sowie am 30. Dezember.