Zusätzlicher Rettungswagen soll in Havelauen stationiert werden

Werder (Havel), 26. Januar 2018 –  Bis zu elf Stunden am Tag sind die Schranken am Bahnübergang geschlossen, es herrschen teils chaotische Zustände, Kinder warten in Kitas auf ihre Eltern, Patienten kommen nicht rechtzeitig zu Terminen bei Zahnarzt, Physiopraxis und Co.
Aber viel schlimmer: im Notfall steht auch der Rettungswagen, kommend aus der Rettungswache in der Damaschkestraße, im Stau und es vergehen im Ernstfall wertvolle Minuten. Ein Zustand, der sich mit dem geplanten erhöhtem Bahnaufkommen noch verschlimmern könnte. Der Tunnel ist schon lange Thema, die Umsetzung durch Land Brandenburg, Bahn & Stadt zieht sich  jedoch weiter in die Länge.
Das Planfestsetzungsverfahren wurde abermals verschoben und soll nun erst Ende 2018 beginnen. Bereits in den 90ern begann Altbürgermeister Große die Verhandlungen mit der Landesregierung. Zwischenzeitlich gab es avisierte Baustart-Pläne für 2012, dann verkündete die Landesstraßenbauverwaltung den Baubeginn 2015.

Trotz andauernder Bemühungen der Stadt Werder (Havel) wurde bis heute keine befriedigende Aussage zum Bau des Tunnels seitens des Landes getroffen. Um nun zumindest ein Stück mehr Sicherheit für die Einwohner in den Havelauen, Kemnitz, Phöben und Töplitz zu gewährleisten, prüft der Kreistag Potsdam-Mittelmark auf Drängen der SPD Fraktion nun die zusätzliche Stationierung eines Rettungswagens in den Havelauen. In Erwägung ziehe man das Gelände des Busunternehmens regiobus Potsdam Mittelmark, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung von gestern. Die größte Herausforderung bestünde derzeit darin, ausgebildetes Personal zu rekrutieren, Verhandlungen mit der Promedica laufen. (wsw)