10. Handwerkspreis der Bürgschaftsbanken

Marina Vulkan Werft zum Brandenburger Landessieger gekürt

Norman Etmanski, Geschäftsführer der Marina und Preisträger, und Gabriele Köntopp, Geschäftsführerin der Bürgschaftsbank, halten den Scheck in den Händen, Foto: Publicious/Hönow

Brandenburg/Werder (Havel), 12. November – Die Marina Vulkan Werft aus Werder ist zum Brandenburger Landessieger des 10. Handwerkspreises der Bürgschaftsbanken gekürt worden. Weil Corona einen Bootsboom in der Region auslöste, investierte Inhaber Norman Etmanski mithilfe der Bürgschaftsbank Brandenburg mitten in der Pandemie – und baut seit 2020 eigene Yachten. 

„Die Corona-Pandemie hat viele Handwerksbetriebe vor enorme Herausforderungen gestellt. Die Marina Vulkan Werft hat eindrucksvoll bewiesen, dass in Krisen immer auch das Potential steckt, neue Ideen zu entwickeln“, meint Dr. Milos Stefanovic, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Brandenburg. „Norman Etmanski hat mutig in die Zukunft seines Unternehmens investiert.“ Die Marina hatte sich gegen fünf weitere Handwerksbetriebe aus Brandenburg durchgesetzt. Der Handwerkspreis der Bürgschaftsbanken wurde 2021 zum zweiten Mal auf Landesebene vergeben. Die 16 Landessieger sind automatisch für den Bundeswettbewerb nominiert.

Für Etmanski und sein 22-köpfiges Team waren die vergangenen eineinhalb Jahre nach der ersten Unsicherheit vor allem von einem hohen Arbeitsaufkommen bestimmt. „Unsere Branche zählt zu den Gewinnern der Krise“, resümiert er. Sein Hafen in Werder an der Havel verfügt über 90 Liegeplätze im Wasser sowie 160 Winterlagerplätze an Land. Die dazugehörige Marina lackiert, wartet und repariert Boote mit einer Länge bis zu 17 Metern und baut Yachten nach den individuellen Wünschen ihrer Besitzer um. Der Bootsboom 2020 war Folge der internationalen Reisebeschränkungen, wodurch die Menschen lediglich Urlaub im Inland machen konnten. Etmanski reagierte auf den Trend: In einer Halle am Hafen werden nun eigene Yachten gebaut. Das Geschäft mit dem Neubau soll 2022 ausgebaut werden. Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg (MBG) und die Bürgschaftsbank Brandenburg begleiten das Projekt. (r.b.)