Heimatgeschichtliche Beiträge im Jubiläumsjahr

Klaus Froh, Vositzender des Heimatvereins; Dr. Baldur Martin, Bürgermeisterin Manuela Saß bei der Präsentation der Doppelausgabe der Heimatgeschichtlichen Beiträge. Foto: Klix

Werder (Havel), 12. Dezember 2017 – Zum 700. Stadtjubiläum sind die „Heimatgeschichtlichen Beiträge“ aus Werder (Havel) doppelt so dick geworden. Die diesjährige Doppelausgabe mit Artikeln zu  Aspekten der Stadtgeschichte hat einen Umfang von 144 Seiten. Bürgermeisterin Manuela Saß freut sich besonders, dass der Historische Festumzug am 16. Juli 2017 Eingang in die neue Ausgabe gefunden hat. Rund 600 Werderaner waren am Festumzug zum Stadtjubiläum beteiligt, im neuen Heimatheft ist die Vorbereitung zweier Umzugsgruppen beschrieben.


Manuela Saß: „Höhen und Tiefen unserer Stadtgeschichte waren im Festumzug zu sehen, und auch in dieser Doppelausgabe geht es darum, wie die Geschichte Werder verändert hat, wie zum Beispiel der Thesenanschlag Martin Luthers bis nach Werder hallte.“ Weiter gehe es um Geheimnisse aus Kirchenbüchern, um zwei jüdische Frauenschicksale in der Nazizeit, um Werders Kinohistorie, die Wiederbelebung der Bismarckhöhe, den Streit um Müller Lietzke und vieles mehr. „Nicht zuletzt zeigt uns ein Beitrag über wüste Dorfstellen, dass es nicht selbstverständlich ist, 700 Jahre alt zu werden“, so die Bürgermeisterin.

Die Heimatgeschichtlichen Beiträge werden vom Heimatverein Werder (Havel) jährlich mit verschiedenen Autoren zusammengestellt, der Druck wird von der Stadt bezuschusst. „Für mich ist es immer wieder überraschend, was jedes Mal an Inhalten zusammenkommt“, so Ortschronist Dr. Baldur Martin, der Herausgeber der Broschüren ist. „So bunt und vielfältig wie möglich“ habe schon das Motto gelautet, als 1982 das erste Heft erschienen ist. „So ist über die Jahre mit Dutzenden Einzelbeiträgen eine ordentliche Chronik über viele Aspekte der Stadtgeschichte zusammengekommen“, so Dr. Martin.

Baldur Martin selbst trägt mit einer Porträtserie zu den „Heimatgeschichtlichen Beiträgen“ bei, diesmal stellt er die Werderaner Künstlerin Irina Fedorova vor. Eine Serie, deren  zwanzigster und letzter Teil in dieser Doppelausgabe zu finden ist, stammt vom Postkarensammler Erhard Schulze, der anhand von Postkartenmotiven in heimatgeschichtliche Themen einsteigt. Diesmal geht es um die Straßenkreuzung Unter den Linden/ Eisenbahnstraße/ Brandenburger Straße. (red/hkx)


Die Doppelausgabe ist in einer Auflage von 300 Exemplaren  erschienen und kostet 9 Euro. Die „Heimatgeschichtlichen Beiträge“ sind in der Tourist Information, Kirchstraße 6/7, in der Buchhandlung Hellmich, Brandenburger Straße 161 und im Kartenhaus im Werderpark, Auf dem Strengfeld 6, erhältlich. Frühere Exemplare können beim Vorsitzenden  des Heimatvereins, Dr. Klaus Froh, angefragt werden unter dr.froh@web.de