250.000 Jungaale in Brandenburger Gewässer eingesetzt

250.000 zappelnde Aale wurden am 26. März in die Brandenburger Gewässer gesetzt, Foto: Fischerei Wilhelm Mai & Sohn

Werder (Havel), 28. März 2019 – Aale werden in unseren Gewässern immer weniger. Um die schwindenden Aalpopulationen in den Brandenburger Gewässern zu erhöhen, wurden am 26. März erneut Tausende Aale ins Wasser gelassen. Auch Fischer aus Werder (Havel) waren beim Aalbesatz dabei. Treffpunkt war die Anlegestelle Potsdam (Lange Brücke).

Etwa 250.000 Jungaale mit einem Gewicht zwischen sieben und zehn Gramm warteten darauf, von den teilnehmenden Fischern aus der Region ins Wasser gesetzt zu werden. Die kleinen Schlängler sind etwa fünf Jahre alt und haben bereits eine weite Reise hinter sich. Geboren sind die Aale in der Saragossasee in Amerika. Von dort haben sie sich auf eine dreieinhalbjährige Reise an die Küsten Frankreichs gemacht, wo sie eingefangen wurden. Anschließend wurden sie in Deutschland etwa anderthalb Jahre in einer Anlage groß gefüttert, um nun in den Brandenburger Gewässern ihr neues Zuhause auf Zeit zu finden.

Von der Berliner Landesgrenze über den Zernsee, die Wublitz bis kurz vor Ketzin wurden die insgesamt 1785 Kilo Aal am Dienstag ausgesetzt. Auch Fischer Wilhelm Mai war beim Aalbesatz mit dabei und erklärt: “Geangelt werden dürfen Aale erst, wenn sie eine Größe von mindestens 45 cm haben. Diese erreichen sie mit etwa 12-14 Jahren. Von den Aalen, die wir hier in die Gewässer gesetzt haben, können wir nur etwa 10 Prozent am Ende auch angeln. Ein Teil wird von anderen Fischen gefressen und ein Teil wandert wieder ab Richtung Saragossasee, um dort zu laichen. Wenn wir Fischer aus der Region die Jungaale nicht ins Wasser setzen würden, gäbe es schon längst keinen Aal mehr.”

Finanziert wird der Aalbesatz durch EU-Fördermittel und den Verkauf der Angelkarten. (wsw)