530 Verwarnungen am Wochenende in Werder (Havel)

Werder (Havel), 6. April 2020 – Die Streifen des Ordnungsamtes sind am Wochenende in Werder massiv verstärkt worden. Mitarbeiter aus anderen Bereichen der Stadtverwaltung hatten sich freiwillig gemeldet, um die Einhaltung der Eindämmungsverordnung durchzusetzen und damit an der Eindämmung der Pandemie auch in Werder und den Ortsteilen mitzuwirken. Bürgermeisterin Manuela Saß und der 1. Beigeordnete Christian Große begleiteten die Streifen an beiden Tagen. Die Polizei war ebenfalls verstärkt im Stadtgebiet unterwegs.

Insgesamt wurden von den jeweils vier Ordnungsamts-Teams rund 530 Verwarnungen ausgesprochen. Schwerpunkte waren die Inselstadt und am Sonntag auch der Petzower Park. „Viele der angesprochenen Bürger waren einsichtig oder reagieren zumindest auf die freundlichen Verwarnungen der Mitarbeiter”, so Bürgermeisterin Manuela Saß. Das Verhängen von Bußgeldern sei deshalb an diesem Wochenende nicht erforderlich gewesen.

Während sich die Blütenstädter wie schon am vergangenen Wochenende zum großen Teil an die Einschränkungen hielten, wurde eine weitere Zunahme von Tagesausflüglern in der Stadt festgestellt. „Obwohl es ganz klare Vorgaben für Ausflüge vonseiten der brandenburgischen Landesregierung gibt, wimmelte es nur so in unserer Stadt von Berlinern, Potsdamern und auch Gästen aus den westlichen Teilen des Havellandes“, so Werders 1. Beigeordneter Christian Große.

In Gewerbeeinrichtungen, die laut Positivliste geöffnet haben bzw. außer Haus verkaufen dürfen, wurde die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen meist erfüllt. Hinweise der Streifen zur Einhaltung der Abstandsregelungen sollten zeitnah umgesetzt werden. Die betreffenden Geschäfte konnten und können mit erneuten Kontrollen rechnen.

Der Außendienst legte an diesem Wochenende pro Schicht und Mitarbeiter rund 15 Kilometer zu Fuß zurück. Positiv wurde festgestellt, dass das Verbot der Nutzung der Spielplätze insgesamt eingehalten wurde. Auch an den Badestellen, im Stadtwald, am Strengfeld und in den Havelauen sowie auf den Friedhöfen gab es kaum Verstöße.

Manuela Saß und Christian Große appellierten erneut an die Einwohner und die Tagesausflügler, in dieser besonderen Situation zu Hause zu bleiben. „Der Ausflugstourismus und Zusammenkünfte sind nicht vom Betretungsverbot für öffentliche Plätze ausgenommen worden.“ Das Ordnungsamt werde auch zu den Osterfeiertagen verstärkt. An relevanten Stellen der Stadt wurden vorige Woche Banner gehängt, die vor Verstößen gegen das Betretungs- und Kontaktverbot warnen. (wh)