64. Havel-Ruder-Regatta in Werder

Werder (Havel), 16. September 2019 – Bei strahlendem Sonnenschein und perfekten Ruderbedingungen war die 64. Havel-Ruder-Regatta am ersten Septemberwochenende für Sportler, Gäste und das Regatta-Team des Ruder-Klubs ein schönes Erlebnis. 

Zwar war das Starterfeld wegen des parallel in München veranstalteten Bundeswettbewerbs und der anstehenden World-Masters (unter Werderaner Beteiligung) etwas dezimiert. Dennoch lieferten sich die Ruderer aus ganz Deutschland packende Rennen um die begehrten Obstkörbe und ließen es sich nicht nehmen, am Siegersteg die herzlichen Umarmungen und Gratulationen unter anderem von Bürgermeisterin Manuela Saß entgegen zu nehmen.

Durch freundliche Ansprachen und mutiges „Ausbremsen“ wurden in diesem Jahr die Sportbootführer dazu veranlasst, den Wellenschlag zu minimieren, so dass die Sportler relativ ungehindert ihre Rennen rudern konnten. 

Auch für die Sportler des Ruder-Klubs war es ein erfolgreiches Wochenende. Inken Blohm konnte gleich an beiden Tagen ihren Einer der 14-jährigen Mädchen gewinnen, während ihre Schwester als Wettkampfrichter-Assistentin die Rennen mal aus einer anderen Perspektive verfolgte und eingriff, wenn es nötig war. Ganz knapp unterlag Leia-Sophie Hahne ihrer Konkurrentin im Juniorinnen-Einer und verpasste nach einem harten Bord-an-Bord-Kampf um nur drei Zehntel den Sieg.

Jonathan Wintz und Florian Brösicke konnten sich am Samstag über ihr erfolgreiches Doppelzweier-Rennen und die errungenen Medaillen freuen. Im Doppelvierer in Renngemeinschaft mit der Potsdamer Rudergesellschaft und dem RC Plaue (Havel) wurde es ein sehr guter und hart umkämpfter zweiter Platz. Gleiches gelang Florian am Sonntag im Leichtgewichts-Einer der Junioren und dort in der ersten Leistungsklasse.

In Vorbereitung auf die nun in Ungarn anstehende FISA-World-Masters-Regatta testete Michael Wolter sowohl den Einer als auch den Doppelzweier in Renngemeinschaft mit Oliver Papenbrock aus Neuruppin, und dies mit tollen Ergebnissen. Gleich drei Mal legte er am Siegersteg an und wird nun die Werderaner Farben auf internationalem Terrain erfolgreich vertreten. 

Ohne das bewährte Regatta-Team des Ruder-Klubs und die große Unterstützung von allen Seiten wäre die Havel-Ruder-Regatta nicht zu meistern, so dass der Dank des Ruder-Klubs an die Stadt Werder (Havel) und an die vielen Sponsoren und Freunde des Rudersports geht, ohne die unter anderem auch die gut gefüllten und gern gesehenen Obstkörbe nicht an die Ruderer überreicht werden könnten. Hierbei sei an dieser Stelle besonders zu erwähnen, dass sich in dankenswerter Weise das Ärzte-Team der Neurologischen Reha-Klinik in Beelitz-Heilstätten im ehrenamtlichen „Schichtwechsel“ um die Gesundheit der Sportler sorgt und im Notfall zur Stelle ist.

Nachdem von einer Vielzahl an helfenden Händen am Sonntag all das abgebaut war, was sie am Freitag zuvor für die durchzuführende Regatta auf die Beine gestellt hatten, erklang zum Abschluss der lautstarke Schlachtruf des Ruder-Klubs über das Gelände an der Regattastrecke. Denn nach der Havel-Ruder-Regatta ist vor dem nächsten Masters-Championat. In diesem Sinne: „Hacke Makuja – Kille Wau Wau!“ (u.h.)