7. Kirsch-Picknick auf der Streuobstwiese am Heidberg (Neu-Töplitz)

Werder (Havel) OT Töplitz, 5. Juli 2021 – In Neu Töplitz, etwa 100 Meter links hinter dem Buswendeplatz am Plattenweg zum Sacrow-Paretzer-Kanal, liegt die Streuobstwiese am Heidberg. Genau dort trafen sich am 18. Juni Mitglieder des Vereis für Landschaftspflege Potsdamer Kulturlandschaft e. V. und Vertreter aus Politik und Wirtschaft, um den Fortschritt der Anpflanzungen auf dieser Streuobstwiese seit acht Jahren zu beobachten und Gespräche über die ländliche Entwicklung in der Region zu führen.

Zu diesem Treffen hatte der 1. Vorsitzende des Vereins, Dieter Dörflinger, eingeladen, der die Gäste begrüßte. Im Anschluss erfolgte eine fachliche Führung über das Gelände, in der die Artenvielfalt sowie seltene Tier- und Pflanzenarten erklärt wurden, die seit einigen Jahren dort ihren Lebensraum gefunden haben. Es gab auch schon einige reife Kirschen direkt vom Baum zu essen, die recht gut schmeckten.

Die Haltung von Schafen zur Mahd der Streuobstwiese aber auch der Einsatz ökologischer Mähmaschinen fand Erläuterung. Töplitz ist mit der Streuobstwiese ein Stück reicher an ökologischer Landbewirtschaftung geworden, sodass sich die Wiese zu einem Hotspot landschaftsästhetischer Kultur entwickelt hat, von der noch die jüngere Generation und vor allem die Inselschüler profitieren können.

Auch Mitglieder des Ortsbeirates waren vertreten, die den Anwuchs von zwei Bäumen, welche vor einigen Jahren vom Ortsbeirat gesponsert wurden, begutachten konnten.

Unter den Gästen war auch der Präsident der Stadtverordnetenversammlung Potsdam, Pete Heuer, anwesend, dem die Problematik „Heranführung eines Radweges an die Wublitzbrücke L902 zwischen Grube und Leest im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für den Bau einer neuen Brücke mit einem kombinierten Rad- und Gehweg“ dargestellt wurde. Feststellend ist zu betonen, dass Einigkeit über dessen Notwendigkeit an der neuen Brücke besteht und die Städte Potsdam und Werder (Havel) die Voraussetzungen für die Heranführung der Rad- und Gehwege schaffen müssen. Mit dem neuen Bundesprogramm zum Ausbau von Radwegen hinsichtlich der Vernetzung liegt jetzt eine Förderrichtlinie vor, die für diese notwendige Maßnahme Anwendung finden kann. 

Der Ortsvorsteher Frank Ringel konnte bereits berichten, dass auf der letzten Stadtverordnetenversammlung am 17. Juni schon ein diesbezüglicher Beschluss auf den Weg gebracht wurde, der die Bürgermeisterin bevollmächtigt, Gespräche mit der Landeshauptstadt Potsdam und dem Landesamt für Bauen und Verkehr aufzunehmen. 

„Wir hoffen, somit in dieser Frage weiter voranzukommen und unsere Insel mit den tangierenden Radwegen vernetzen zu können, um nicht als ‘Sackgasse’ für Fahrradfahrer inmitten der Havel fungieren zu müssen“, so Frank Ringel.

Rundum war dieses Treffen nach dem Lockdown eine gelungene Veranstaltung, bei der auch die Kommunikation untereinander mal wieder im Vordergrund stand. (f.r.)