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70 Jahre Havellandfleischerei Joppe

Werder (Havel) OT Glindow, 31. Januar 2022 – In der Joppe-Filiale in der Dr.-Külz-Straße in Glindow ist am Samstagvormittag viel Betrieb. Die Kunden stehen vor der Tür und warten, man kennt sich im Kietz. Einige Besucher halten dem Fleischereibetrieb bereits seit vielen Jahrzehnten die Treue. Und diese Treue wird belohnt: Anlässlich des 70-jährigen Bestehens erhalten die Kundinnen und Kunden in allen Joppe-Filialen in der Aktionswoche vom 31. Januar bis zum 5. Februar 10 Prozent Jubiläumsrabatt auf ihren Einkauf. 

Angefangen hat alles mit Johannes und Hildegard Joppe, die mit der Eröffnung ihrer Filiale 1952 in Glindow den Grundstein für das erfolgreiche Familienunternehmen legten. Zunächst haben die zwei alleine die Filiale betrieben, Johannes Joppe hat geschlachtet und verarbeitet, seine Frau Hildegard vorne am Tresen verkauft. Besonders beliebt in der Anfangszeit waren Sülze, Topfwurst und die Wurstspezialitäten. 

Sohn Horst übernahm 1972 die Geschicke der Firma, nachdem er 1970 seinen Meisterbrief erhielt. Seitdem sorgte die zweite Joppe-
Generation dafür, dass die Werderaner und Glindower mit den gewohnten Fleischprodukten versorgt wurden. 

Den Übergang in die dritte Generation markierte im Jahr 1993 die gemeinsame Firmenleitung von Horst Joppe mit Sohn Andreas, der seine Meisterprüfung im Fleischerhandwerk erfolgreich 1993 abschloss. 

Aus der kleinen Traditionsfiliale in Glindow ist in den vergangenen 70 Jahren ein moderner Handwerksbetrieb gewachsen, der seine Wurzeln nicht vergisst und auch heute noch stolz auf das Fleischerhandwerk ist.

Rund 75 Mitarbeiter sorgen aktuell hinter den Kulissen und hinter den Verkaufstresen dafür, dass es in den insgesamt acht Filialen und drei mobilen Verkaufswagen in Werder (Havel) und Potsdam die seit sieben Jahrzehnten gewohnte Fleischqualität gibt. Alle Produkte, die angeboten werden, stammen aus eigener Produktion. „Die Angebote am Markt ändern sich ständig, doch was immer gleich bleibt, ist unsere gewohnte Joppe-Qualität und das schätzen unsere Kundinnen und Kunden“, freut sich Geschäftsführer Andreas Joppe. 

Um den gewachsenen Ansprüchen gerecht zu werden, erfolgte am 1. April 2010 der Umzug in die neue Produktion in Ferch. Modernste Standards bieten den Mitarbeitern seither ein perfektes Arbeitsumfeld. Familienfreundliche Arbeitszeiten sollen zukünftig für eine noch bessere Work-Life-Balance sorgen.

Und dieses Arbeitsumfeld wird von den Mitarbeitern sehr geschätzt. Besonders großen Wert legt die Unternehmensleitung seit je her auch auf die Zufriedenheit der Angestellten. „Ohne unsere engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten wir Joppes den Weg vom kleinen zwei Mann Betrieb bis hin zum wachsenden Unternehmen nicht gehen können“, ist Andreas Joppe dankbar. „Ein Unternehmen ist immer nur so erfolgreich, wie die vielen kleinen und großen Rädchen, die es am Laufen halten.“

Als kleines „Rädchen“ hat damals auch René Müller bei der Havelland-Fleischerei Joppe angefangen. Der heute 40-Jährige absolvierte einst sein Schülerpraktikum im Glindower Handwerksbetrieb und war anschließend Feuer und Flamme für den Fleischerberuf. „Nach dem Praktikum habe ich meine Lehre hier bei Joppe absolviert und bin nun schon seit 23 Jahren Teil des Teams“, freut sich der Glindower. Seit Februar 2021 darf sich René Müller stolz Meister des Fleischerhandwerks nennen. Als Produktionsleiter ist er längst kein kleines Rädchen mehr, doch seine Anfänge hat er dennoch nicht vergessen. 

Neben René Müller gibt es noch viele weitere Mitarbeiter, die mit dem Unternehmen bereits seit vielen Jahren verbunden sind. Und auch bei der Zusammenarbeit mit den Lieferanten setzt das Familienunternehmen auf Beständigkeit. „Jeden Betrieb, von dem wir unser Fleisch beziehen, nehmen wir gründlich unter die Lupe. Mehrmals im Jahr sind wir vor Ort, um uns über die Haltung und Schlachtung der Tiere umfassend zu informieren“, erklärt Stephanie Joppe. Mit ihr und Bruder Felix steht bereits die vierte Joppe-Generation in den Startlöchern. 

Um einen Familienbetrieb erfolgreich von der Vergangenheit über die Gegenwart bis in die Zukunft zu führen, bedarf es vieler kluger Entscheidungen, einem festen Willen, noch mehr Engagement, treuen Kunden und vor allem vielen, vielen Menschen, die sich auch unabhängig von der Familienzugehörigkeit dem Unternehmen verbunden fühlen.

„Ich kann mich nicht oft genug bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Treue bedanken. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit ihnen weiterhin erfolgreich die Zukunft unserer Firma zu gestalten“, so Andreas Joppe abschließend. (wsw)

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