AfD-Wahlparty auf der Bismarckhöhe – Demo der StadtMitGestalter geplant

Werder (Havel), 30. August 2019 – Am 1. September finden in Brandenburg die Landtagswahlen statt. Wie üblich finden anlässlich der Wahlen auch vereinzelte Wahlpartys der Parteien statt. Auf der Bismarckhöhe in Werder (Havel) wird die Brandenburgische AfD feiern.

Laut Aussage des AfD-Landesgeschäftsführers Lars Hünich habe sich kein Lokal in Potsdam bereit erklärt, seine Räumlichkeiten hierfür zur Verfügung zu stellen, aus Angst vor Angriffen.

Das Gebäude auf der Bismarckhöhe gehört der Stadt Werder (Havel), Betreiber ist Rainer Wohltat. Bürgermeisterin Manuela Saß äußert sich hierzu wie folgt: „Die AfD hat drei Mitglieder in der Werderaner Stadtverordnetenversammlung, ist im Landtag des Landes Brandenburg und im Bundestag vertreten. Verbote, mit denen sich die AfD als Märtyrer inszenieren kann, machen sie in meinen Augen nur noch stärker.“

Lars Hünich erklärte gegenüber der Presse, dass die Bismarckhöhe nicht seine erste Wahl war, er sich den Ort jedoch nicht hätte aussuchen können.

Angesichts der bevorstehenden Wahlparty der AfD Brandenburg wird sich die Wählergemeinschaft StadtMitGestalter e.V. zu einer Demo ab 17 Uhr vor dem Traditionsgebäude zusammenfinden. “Die Demonstration soll ein unmissverständliches Zeichen setzen, dass wir weder die rechtspopulistische Kommunikation noch das intolerante und rechtswidrige Demokratieverständnis der ‘Alternative für Deutschland’ hinnehmen. Wie bekannt, steht die AfD und in Brandenburg insbesondere Herr Kalbitz für eine repressive, geschlossene Gesellschaft“, so der Vorsitzende der SMG Elmar Schlenke.

Die StadtMitGestalter setzen sich für eine offene und tolerante Gesellschaft ein und wenden sich gegen jede Form von Ausgrenzung aufgrund von Geschlecht, Alter, sozialem Stand, Bildungsgrad, Herkunft, Religion, sexueller Orientierung und körperlicher oder psychischer Verfassung. Ehrliche Werte, die von der AfD abgelehnt werden.

Die AfD möchte Dinge ändern, die im Grundgesetz festgelegt und sinnvoll sind, wie die Religionsfreiheit. „Bestimmte Bevölkerungsgruppen wie Homosexuelle und Transgender werden immer wieder diskreditiert. Wer so offen damit hausieren geht, §1 unseres Grundgesetzes zu missachten, ist aus meiner Sicht keine demokratische Partei, sondern nur noch eine Partei“, verdeutlicht Elmar Schlenke. (wsw, smg)