Aktion zum Tag des Buches in Werder (Havel) mit Bundestagskandidatin Sonja Eichwede und einer prominenten Spenderin

Nadine Lilienthal, Buchhändlerin Insa Hellmich und Sonja Eichwede

Werder (Havel), 26. April 2021 – Anlässlich des jährlichen Welttag des Buches am 23. April besuchte Sonja Eichwede, SPD-Direktkandidatin im Bundestagswahlkreis 060, die Buchhandlung Hellmich in Werder (Havel). Sonja Eichwede betonte die Bedeutung der Buchläden für die lokale Wirtschaft und die Lebensqualität vor Ort: „Ein gut sortierter Buchladen und die kompetente, persönliche Beratung vor Ort sind unersetzbar. Das wissen und schätzen die Kunden und halten ihren Buchläden auch in schwierigen Zeiten die Treue. Buchläden eröffnen Wege in neue Welten und erweitern den Horizont. Sie sind der Ort an dem Träume fliegen lernen.“

Mit ihrem Besuch unterstützt die SPD-Frau eine lokale Aktion: sie spendete Bücher für örtliche Schulbibliotheken und Jugendeinrichtungen. Organisiert wird das Ganze von der hiesigen SPD. Nadine Lilienthal, SPD-Fraktionsvorsitzende in Werder und selbst Stammkundin, erklärte dazu: „Ich freue mich, dass wir unsere Aktion auch in diesen besonderen Zeiten weiterführen. Es ist immer wieder spannend, welche Bücher gespendet werden und welche Geschichten dahinterstehen.“

Einen besonderen Gruß hatte die 33-jährige Richterin Sonja Eichwede im Gepäck: Dr. Manja Schüle unterstützt die Aktion höchstpersönlich. Die Brandenburgische Kultusministerin ist in der mittlerweile einzigen Buchhandlung Werders keine Unbekannte: in ihrem ehemaligen Wahlkreis schaut sie regelmäßig vorbei. Sie war es auch, die sich im Dezember letzten Jahres persönlich für die Offenhaltung der Buchläden in Brandenburg trotz Corona-Lockdowns einsetzte. Aufgrund der außerordentlichen Kabinettsitzung konnte sie am Freitag nicht vor Ort dabei sein. Sie überreichte ihre Spende bereits am Vormittag in Potsdam und fand bewegende Worte zur Wahl ihres Buches: „Manja Präkels beschreibt in ihrem Buch ‘Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß’ ihre eigenen Erfahrungen, die auch meine persönlichen sind. In den 1990ern, den sogenannten Baseballschlägerjahren, terrorisierten Neonazis ostdeutsche Städte und ihre Jugendlichen, während die Elterngeneration damit beschäftigt war, die Wendefolgen und -erfahrungen zu verarbeiten. Sowohl Rechtsextremismus als auch Existenzängste waren damals allgegenwärtig. Leider ist beides noch immer aktuell, vielleicht sogar wieder mehr denn je. Ich freue mich, dass mit meiner Bücherspende Jugendliche über diese Zeit und für ihre heutige Zeit lernen können.“

Nicht minder spannend begründete dann auch Sonja Eichwede ihre Buchauswahl: „Ronja Räubertochter war das Buch meiner Kindheit. Ihre Abenteuerlust, ihr großes Herz und ihr starker Wille haben mich immer begeistert, so dass ich mich selbst gern Sonja Räubertochter nannte. Ihr Wille zur Versöhnung ist beispielhaft und immer aktuell, gerade in diesen Tagen, in denen die politische Polarisierung unter den Menschen wieder zunimmt.“

Noch drei Wochen lang können Kundinnen und Kunden des Buchladens unter dem Motto „Darf’s ein Buch mehr sein?“ ein Kinder- oder Jugendbuch erwerben und spenden. Die Bücher werden vor Ort gesammelt und im Anschluss an Werderaner Schulbibliotheken und Jugendeinrichtungen überreicht. (spd)