„AKTIV werden“ in der Schule am Plessower See

Schule am Plessower See - Aktiv-Woche. Foto: Schule

Werder (Havel) , 28. Mai 2018 – „AKTIV werden“: hieß es kürzlich eine Woche lang in der Schule am Plessower See. Das bedeutete eine Woche lang besonders aktiv sein: Für sich selbst, aber auch für andere!

Eine Woche lang läuteten die Klingelzeichen „Aktive Pausen“ ein. Die gemeinsame Aktion der Unfallkasse Brandenburg und des Pedalo-Spielmobils bot vielfältige Koordinationsgeräte für Spiel, Sport und Spaß. Geschicklichkeit, Gleichgewicht und Teamarbeit waren gefragt. Nicht nur in den Pausen, sondern auch im Sportunterricht wurden die Balancierbretter, das laufende A oder die Stelzen von den Schülerinnen und Schülern gern ausprobiert und genutzt.

Am Dienstag ging es zudem für interessierte Schülerinnen und Schüler zum Segeltörn. Mit den zwei schuleigens hergestellten Segelbooten manövrierten die Kinder in Kleingruppen über den Glindower See. Bei bestem Segelwind blieben in diesem Jahr alle trocken.

Außerdem beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht mit dem Thema Afrika. Im Rahmen dessen besuchte Koko die Unterstufe. Sie ist Bildungsagentin von Engagement Global und wird von „Bildung trifft Entwicklung (BtE) Schulprogramm Berlin“ finanziert. Den Schülerinnen und Schülern berichtete sie über ihr Heimatland, das Leben dort und den Schulalltag. Selbst aktiv wurden die Kinder beim Ausprobieren afrikanischer Spiele, Instrumente oder dem Tragen von Gefäßen auf dem Kopf. Alle waren sehr fasziniert über die mitgebrachten Dinge und die Erzählungen von Koko.

Gleichzeitig besuchten die Kinder und Jugendlichen ein eigenes kleines Minimuseum in der Schule, dass Dank der privaten Sammlung der Lehrerin Fr. Daniels in einem Klassenraum aufgebaut werden konnte. Dort lauschten die Schülerinnen und Schüler afrikanischer Musik, betrachteten typische Masken, Schmuck oder Waffen und recherchierten in entsprechender Literatur aus der Bibliothek Werder.
Abschließend wurden am Freitag alle noch einmal gemeinsam aktiv, aber diesmal für andere. Die Klassen beteiligten sich mit einer Aktion an der Kampagne „Dein Tag für Afrika“, um sich für Gleichaltrige in Afrika einzusetzen. Gesammelt wurden PET-Flaschen, deren Pfand gespendet wurde.

Tag der offenen Tür

Die Schule am Plessower See veranstaltet am 30. Mai 2018 einen Tag der offenen Tür. Interessierte sind herzlich eingeladen. Dabei kann man zwischen 8.15 und 11.45 Uhr den Unterricht in den Jahrgangsstufen 1 bis 10 kennenlernen und einen Einblick in die pädagogische Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer und der weiteren Mitarbeiter erhalten. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Große Modenschau

Außerdem lädt die Schülerfirma HANDWERKsKUNST an diesem Tag um 11.45 Uhr zur Modenschau.

Nach der aufsehenerregenden Modenschau im letzten Jahr präsentieren Schülerinnen und Schüler der 8. -10. Klasse der Schule Am Plessower See nun zum zweiten Mal in einer Modeschau ihre selbstgefertigten Nähprodukte. Dieses Jahr werden es hauptsächlich kreative Patchworkdecken und Taschen sein, die sie sich die „Schüler-Models“ lässig um die Schultern legen oder anderweitig fantasiereich präsentieren.

Die Ergebnisse, die im Rahmen der Schülerfirma HANDWERKsKUNST entstanden sind, können sich in jeder Hinsicht sehen lassen. Unter Anleitung der erfahrenen Diplom-Textildesignerin Kathrin Thiele erlernten die Schülerinnen und Schüler die Grundkompetenzen des Schneiderhandwerks: Auswahl des Stoffes, Nähen mit Nadel und Faden, Umgang mit der Nähmaschine, sogar mit der Overlock-Nähmaschine, und vieles mehr. Im Zentrum stand die gemeinsame demokratische Entscheidung in der Gruppe für ein Nähvorhaben und die gegenseitige Anerkennung und Unterstützung im Herstellungsprozess. Zur Erinnerung und Steigerung der eigenen Wertschätzung wurden die selbst gefertigten Objekte fotografisch dokumentiert und sind nun in einer Modenschau zu bewundern.

Die Schülerfirma HANDWERsKUNST wird von der Initiative Sekundarstufe I (INISEK I) unterstützt, die sich aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg finanziert. Mit den Schülerfirmen-Projekten soll der Bezug des Lernorts Schule zur praktischen Lebenswelt erhöht und die berufliche Orientierung erleichtert werden. Neben dem Kennenlernen handwerklicher Betriebsabläufe werden Schlüsselkompetenzen wie Ausdauer, Sorgfalt, Kommunikations-, Konfliktfähigkeit ebenso wie Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein gefördert. Ein weiterer Schwerpunkt der Schülerfirmen-Projekte, die meist ein Jahr laufen, ist die Förderung teamorientierten Arbeitens, auch  – wie im richtigen Leben – im Verhältnis „von Chef und Angestellten“. (Stefanie Kokel / Sabine Kalinowski)

Tag der offenen Tür der Schule am Plessower See: Modenschau. Foto: Schule