Am Bahnhof sind 156 Fahrradstellplätze entstanden

Werder (Havel), 18. Februar 2021 – Die Vögel zwitschern, der Schnee schmilzt und die Temperaturen klettern langsam aber sicher auf dem Thermometer wieder nach oben. Der Frühling steht in den Startlöchern und mit ihm auch der Wunsch, mal wieder das Rad aus dem Schuppen/Keller zu holen. Vor allem Pendler wird die Nachricht freuen, dass am Bahnhof Werder eine zusätzliche Fahrradstellplatzanlage für 156 Fahrräder entstanden ist.


„Der Bedarf an zusätzlichen Radstellplätzen am Bahnhof wurde zuletzt bei einem Bürgerbeteiligungsverfahren zur Fuß- und Radweginfrastruktur im Sommer 2020 angemeldet“, so Werders Bürgermeisterin Manuela Saß. „Zählungen der Stadt haben bestätigt, dass trotz der bestehenden rund 370 Stellplätze in der Fahrradsaison täglich rund 150 Fahrräder ,wild‘ abgestellt wurden. Die Stadt hatte sich daraufhin erfolgreich um eine Förderung für neue Stellplätze beworben.“

Das Projekt wurde im Rahmen der Bike+Ride-Offensive der Deutschen Bahn und der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums mit 27.730 Euro unterstützt. „Die Förderrichtlinie deckt sich mit unserem Ziel, den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad in Kombination mit der Bahn in Werder attraktiver zu machen“, so die Bürgermeisterin. 7.665 Euro trug die Wirtschaftsförderung des Landkreises zu den Gesamtkosten bei, die bei rund 37.000 Euro gelegen haben.

Die Planung für die rund 200 Quadratmeter große Abstellanlage übernahm die PST Planung Bauleitung Projektsteuerung GmbH in Werder, gebaut wurde die Anlage von der Lutze Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau GmbH in Plessow mit der Firma Orion Bausysteme GmbH aus Biebesheim am Rhein. Die Bauarbeiten hatten im Oktober begonnen und wurden – noch vor den großen Schneefällen – Anfang Februar abgeschlossen.

Auf Nachfrage, warum man sich für diese Fahrradstellplatzanlage entschieden hat, teilte die Stadt mit, dass man sich um eine kurzfristige, wirtschaftliche und dennoch belastbare Lösung bemüht hat, um Fahrräder an einem gut einsehbaren Ort temporär sicher verschließen und abstellen zu können. Weitergehende Überlegungen für den Verkehr im Bahnhofsbereich werden aktuell in einem Mobilitätskonzept getroffen.

Aus dem Mobilitätskonzept werden u.a. Aussagen zu Verkehrsbedarfen und der zukunftsfähigen Ausrichtung des Verkehrs mit Blick auf das Bahnhofsumfeld erwartet. Das betrifft auch künftige Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Ein Entwurf kann den Stadtverordneten noch in diesem Jahr vorgelegt werden.

Anlass des Mobilitätskonzeptes ist der geplante Bau des Autotunnels im Verlauf der L90 und des Fahrrad- und Fußgängertunnels im Bahnhofsbereich, die hier umfassende Umbauarbeiten erforderlich machen werden. (wsw, wh)