Am Weihnachtsbaume, die Lichter brennen …

Ob klein oder groß, Tanne oder Fichte, ob dicht gewachsen oder geeignet für echte Kerzen - Auf dem Tannenhof Werder kann jeder seinen Wunschbaum selbst schlagen

Werder (Havel), 26. November 2019 – Bei strahlendem Sonnenschein und weihnachtlicher Musik vom Ensemble BLECHZEIT wurde am 14. November die Weihnachtsbaumsaison auf dem Werderaner Tannenhof eröffnet. In der festlich geschmückten Scheune funkelten die Lichter am Weihnachtsbaum, die Tische waren mit weihnachtlichen Leckereien bestückt, der erste Glühwein des Jahres wartete darauf, verkostet zu werden, und trotz milder Temperaturen stellten sich schnell eine gewisse Besinnlichkeit und Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein.

Zur Eröffnung der Weihnachtsbaumsaison haben viele Gäste den Weg auf den Werderaner Tannenhof gefunden, unter ihnen Forstminister Jörg Vogelsänger, der 1. Beigeordnete des Landkreises Potsdam-Mittelmark Christian Stein, Werders 1. Beigeordneter Christian Große, Baumblütenkönigin Madeleine Reichelt sowie die Kirschkönigin a.D. Isabel Kaufmann. Doch trotz politischer und royaler Lokalprominenz waren die eigentlichen Stargäste der schönen Veranstaltung die Kinder vom SOS-Kinderdorf Brandenburg. An sie geht traditionell der erste geschlagene Weihnachtsbaum im Jahr. 25 Kinder leben derzeit in der Sozialeinrichtung in Brandenburg. 

v.l.: Marina Ringel, Isabel Kaufmann, Christian Große, Madeleine Reichelt, Christian Stein, Jörg Vogelsänger und Gerald Mai

Durch die kurzweilige Veranstaltung führte Moderatorin Marina Ringel, die das Wort nach ihrer charmanten Begrüßung an die Gastgeber Karin Lorenz und Gerald Mai übergab. Die beiden freuen sich sehr darüber, dass die Partnerschaft zum SOS-Kinderdorf bereits seit über 25 Jahren besteht. Und nicht nur in Brandenburg kann man einen Baum vom Tannenhof finden. Die Bäume aus Werder finden zum Teil auch im Ausland einen festlich geschmückten Platz. Der Werderaner Tannenhof kultiviert vor allem Nordmanntannen und zehn weitere Weihnachtsbaumarten. Von anfänglich anderthalb Hektar wurde die Anbaufläche auf 68 Hektar erweitert. Die Weihnachtsbäume werden möglichst naturnah angebaut. Die Flächen werden mit Dolomitkalk oder organischen Düngern, meist Stallmist, gedüngt. “Wir haben in diesem Jahr neun Hektar mit Jungpflanzen bepflanzt”, erzählte Gerald Mai. “Hierfür haben wir extra eine neue Bewässerungsanlage mit sechs Kilometern PE-Leitungen und einen neuen Brauchwasseranschluss geschaffen. Die Ökobilanz natürlicher Weihnachtsbäume ist einfach klasse. Wir Landwirte haben ein Herz für Boden und Natur.”

Forstminister Jörg Vogelsänger weiß, wie viel Mühe es macht, Weihnachtsbäume großzuziehen: “Ich pflanze selbst Tannen in meinem Garten an und in diesem Jahr ist wieder eine groß genug, um geschlagen zu werden. Der Tannenhof Werder schafft Arbeitsplätze und Perspektiven in Brandenburg.”

Als letztes Highlight in seinem Terminkalender beschreibt Christian Stein die Eröffnung der Weihnachtsbaumsaison. „Wir sind ein Landkreis mit großer Gartenbaukultur und der Werderaner Tannenhof ist ein tolles Beispiel dafür. Hier kann sich jeder seinen Wunschbaum aussuchen und wenn der Baum zu Hause dem Partner nicht gefällt, kann man sich ja einen neuen suchen. Also einen neuen Baum“, erzählte er schmunzelnd. 

„Der Werderaner Tannenhof ist eine Erfolgsgeschichte für unsere Stadt und das hängt maßgeblich mit der Familie Mai/Lorenz zusammen“, lobte Christian Große das Engagement der Tannenhofeigentümer. Der nächste Schritt sei nun eine Vergrößerung des Areals, um noch wirtschaftlicher agieren zu können. Die Planungen hierfür laufen bereits.

Mit den Worten Gerald Mais: „Jetzt suchen wir noch eine stumpfe Säge!“ ging es anschließend raus auf die Plantage, wo der Baum für das SOS-Kinderdorf Brandenburg schon darauf wartete, im Beisein von Pressevertretern und Gästen geschlagen zu werden. Zugegeben, besonders anstrengen mussten sich Jörg Vogelsänger und Christian Große beim Baumfällen nicht, die Tanne war im Vorfeld bereits großzügig angesägt worden. Die Freude war dennoch bei allen Beteiligten groß, als die fast sechs Meter große Tanne zu Boden fiel. Die Kinder aus Brandenburg freuten sich sehr über ihren imposanten Weihnachtsbaum, bedauerten aber etwas, dass die große Tanne auf einen kleinen Baum gefallen ist. Doch dem kleinen Tännchen ist zum Glück nichts passiert. 

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung schlemmten nicht nur die kleinen Mädchen und Jungen die in der Scheune servierten Köstlichkeiten. Und ein Besuch im Weihnachtsladen durfte natürlich auch nicht fehlen. Seit September haben die fleißigen Tannenhof-Weihnachtswichtel unzählige Dekorationsartikel ausgepackt und drapiert. Die Christbaumkugeln, Räuchermännchen, Glitzer-Rentiere & Co. kommen zum Teil aus Skandinavien und Übersee, viele Produkte sind echte Handarbeit „Made in Germany“. 

Bis zum 23. Dezember können täglich von 9 bis 17 Uhr die Weihnachtsbäume auf der Plantage in der Lehniner Chaussee 19 geschlagen werden. Für Kurzentschlossene gibt es am 24. Dezember noch die Möglichkeit, von 9 bis 12 Uhr bereits geschlagene Bäume zu erwerben, das Selbstschlagen ist an diesem Tag nicht mehr möglich. (wsw)