An der Waldorfschule Werder (Havel) ist einiges los!

Werder (Havel), 8. Oktober 2019 – Seit fast 30 Jahren ist die Freie Waldorfschule Werder (Havel) ein wichtiger Akteur der hiesigen Bildungslandschaft. Gegründet wurde der Trägerverein im Sommer 1990 von einer Elterninitiative. Der Schulbetrieb wurde am 1. September 1990 mit Erlaubnis des DDR-Ministerialrats zunächst mit 12 Erstklässlern aufgenommen.

Mittlerweile besuchen 275 Schüler*innen die einzügige Schule in den Klassen 1–12. Damit stellt die Freie Waldorfschule Werder (Havel) inzwischen rund 18% der Schulplätze in der Stadt. 78 Kinder besuchen inzwischen den 1993 gegründeten und angegliederten Kindergarten. Das Kollegium ist auf 70 Mitarbeiter*innen angewachsen, davon knapp 50 Pädagog*innen.

Um sich auch für die Zukunft stark und handlungsfähig aufzustellen, wurde auf der letzten Mitgliederversammlung des Trägervereins “Freie Waldorfschule Werder/Havel Christian Morgenstern e.V.” der Vorstand vergrößert. Er ist paritätisch mit Eltern und Pädagog*innen besetzt und von sechs auf acht Personen erweitert worden.

Seit dem 1. August ist Kaspar Denker (51) neuer Geschäftsführer der Einrichtung. Nach dem Studium an der Freien Universität Berlin war er über viele Jahre als Kulturmanager in Berlin tätig. Vor seinem Wechsel an die Waldorfschule Werder war er Leiter einer Berliner Einrichtung für kulturelle Bildung. Der bisherige Geschäftsführer Dieter Dörflinger (72) ist nach gut zehn Jahren in dieser Position in den wohlverdienten RUhestand verabschiedet worden. Während seines Wirkens stieg die Zahl der Schüler*innen von 88 auf nun 275 und die Zahl der Mitarbeiter*innen von 25 auf jetzt 70. Er hat alle seit Anfang 2010 notwendigen Um- und Ausbaumaßnahmen auf dem Campus maßgeblich mitgestaltet und ermöglicht.

Die wachsenden Nachfrage geht einher mit einem größeren Raumbedarf. Diesen räumlichen Anforderungen begegnet die Schule mit ihrem Masterplan 2030. Hier werden die baulichen Entwicklungen auf dem Waldorf Campus am Zernsee für die nächsten zehn Jahre geplant. Der Plan sieht u.a. einen Kindergarten-Neubau vor. Baustart ist 2020, geplante Fertigstellung und Inbetriebnahme 2021. Durch den Auszug des Kindergartens aus Haus 1 in seinen Neubau besteht sodann die Möglichkeit für umfangreiche Um- und Ausbauten an den bestehenden drei Häusern des Schul-Campus. Ziel ist es, Haus 1 komplett für die Unter- und Mittelstufe und Haus 3 für die Oberstufe nutzen zu können.

Ab dem Schuljahr 2021/22 möchte die Schule ihren Schüler*innen die Möglichkeit bieten, in der 13. Klasse das Abitur zu absolvieren. Bisher können die Schüler*innen nach der 12. Klasse mit einer entsprechenden Abiturempfehlung im Rahmen einer Schulkooperation an die Waldorfschule Potsdam wechseln.

Darüber hinaus plant die Waldorfschule den Bau eines Hauses für Kunst- und Handwerk; ein entsprechender Architektur-Wettbewerb wird noch im vierten Quartal 2019 ausgelobt. Schließlich sieht der Masterplan noch den Bau einer dringend benötigten Aula und/oder einer Sporthalle vor. (p.l.)