Ausstellung in der Kfz-Zulassungsstelle – Prävention von Verkehrsunfällen mit Wildtieren

Bis 22. August 2019 ist im Wartebereich der Kfz-Zulassungsstelle des Landkreises mit Sitz in Werder (Havel), Am Gutshof 1-7 die Wanderausstellung „Wildunfälle“ zu sehen.

Werder (Havel), 3. Juli 2019 – Die Ausstellung des Netzwerks Verkehrssicherheit Brandenburg soll die Besucher für die Hintergründe der hohen Anzahl an Verkehrsunfällen mit Wildtieren im Land Brandenburg sensibilisieren. Sie informiert über heimische Wildtierarten und deren Verhalten, über kritische Tages- und Jahreszeiten sowie über stark frequentierte Landschaftstypen und Regionen. Außerdem werden Empfehlungen gegeben, wie Wildunfälle vermieden oder vermindert werden können und was nach einem Wildunfall zu tun ist. 

Mit dem Besuch der Ausstellung sollen Bürgerinnen und Bürger im Land Brandenburg mehr über das Verhalten hiesiger Wildtiere lernen und Anzeichen für möglichen Wildwechsel besser deuten können. Die Ausstellung richtet sich in erster Linie an Kraftfahrer, die durch das erlangte Hintergrundwissen dazu motiviert werden sollen, den kritischen Bereichen/Zeiten mit erhöhter Aufmerksamkeit, angepasster Geschwindigkeit sowie Bremsbereitschaft zu begegnen.

Kartenspiel „Spitz die Löffel“ zu gewinnen

Wöchentlich haben die Besucher der Ausstellung die Möglichkeit, das Kartenspiel “Spitz die Löffel” zu gewinnen. Das Kartenspiel wird begleitend zur Ausstellung verlost.
Dazu liegen im Ausstellungsbereich Gewinnkarten aus, die ausgefüllt in eine aufgestellte Box gesteckt werden müssen. Aus den richtigen Einsendungen wird jeweils einmal pro Woche ein Gewinner ermittelt. Dieser erhält dann auf dem Postweg das unterhaltsame und lehrreiche Kartenspiel. 

Weitere Informationen
Das Kartenspiel des Netzwerks Verkehrssicherheit Brandenburg und des Forums Verkehrssicherheit des Landes Brandenburg vermittelt auf unterhaltsame Art und Weise interessantes Wissen über Lebens- und Verhaltensweisen brandenburgischer Wildtiere. Obwohl vorrangig für Kraftfahrer entwickelt, um für mehr Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit in Hinblick auf Wildtiere und damit verbundene Unfallrisiken im Straßenverkehr zu werben, eignet sich „Spitz die Löffel“ für Jung und Alt.

Hintergrund

Wälder und Felder sind die Lebensräume vieler Wildtiere. Da diese Landschaftstypen ungefähr zwei Drittel der Fläche Brandenburgs ausmachen, kommt es häufig zu Begegnungen zwischen Wildtieren und Fahrzeugen. Fast jeder fünfte Verkehrsunfall in Brandenburg ist auf einen Zusammenstoß mit einem Wildtier zurückzuführen. Das sind 16.000 polizeilich gemeldete Wildunfälle im Jahr, Tendenz steigend. Die Dunkelziffer bei Unfällen mit geringen Sachschäden ist hoch. 

Zahlreiche Ansätze zur Vermeidung von Wildunfällen sind darauf ausgerichtet, das Queren der Wildtiere zu verhindern bzw. zu lenken. Die Wirkung blauer Wildwarnreflektoren ist umstritten; auch Wildzäune können nicht flächendeckend zum Einsatz kommen. Hinweisschilder auf Wildwechsel und die damit verbundene Herabsetzung des Tempolimits haben oft nur wenig Wirkung auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmer, denen Experten zufolge häufig das Verständnis für die Sinnhaftigkeit der Geschwindigkeitsbegrenzungen fehlt. Die Wanderausstellung und das Kartenspiel setzen deshalb bei der Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer im Hinblick auf Gefahrensituationen auf mehr Hintergrundwissen, damit Wild am Straßenrand früher entdeckt und Gefahrensituationen schneller erfasst werden können, und appellieren an ein risikobewussteres Verhalten der Verkehrsteilnehmer.

Das Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg wurde ins Leben gerufen, um eine flächendeckende Umsetzung und wissenschaftlich fundierte Weiterentwicklung von Maßnahmen und Projekten der Verkehrssicherheitsarbeit auf regionaler und kommunaler Ebene zu gewährleisten. Es wird gefördert vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.netzwerk-verkehrssicherheit.de. (lpm)