Bauhof beseitigt Schmierereien in Werder

Richard Wolf vom Bauhof reinigt eine Parkbank am Uferweg der Inselstadt.

Werder (Havel), 1. Oktober 2020 – Großreinemachen in Werder (Havel): Der kommunale Bauhof hat am Dienstag, den 29. September, in vielen Bereichen der Stadt Schmierereien, Verschmutzungen und Aufkleber von Straßenschildern, Laternen, Bänken, Mülltonnen und Verkehrsschildern entfernt. Er schloss sich damit Aktionen aus der Bürgerschaft an, die in den vergangenen Wochen im Zusammenhang mit dem World-Cleanup-Day in der Region stattgefunden haben.

Acht Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin des Bauhofes waren unter anderem im Bereich des Stadtplatzes der Havelauen, im Bahnhofsbereich und in der Altstadt unterwegs und putzten mit schrubbten mit scharfen Reinigungsmitteln die Verunstaltungen ab. Zusätzlich war am Montag und Dienstag eine beauftragte Fachfirma für Graffitibeseitigung im Stadtgebiet unterwegs, um Bushaltestellen von Graffiti-Schmierereien zu befreien.

Bauhofmitarbeiter Matthias Ziegler und Richard Wolf waren u.a. am Uferweg Am Mühlenberg tätig. „Die Bänke sind erst im Winter aufgearbeitet und neu gestrichen worden“, erzählte Richard Wolf kopfschüttelnd. Matthias Ziegler sprach von positiven Reaktionen von Passanten auf die Aktion – die allerdings auch sagen würden: „Ihr arbeitet auf verlorenem Posten.“

Punktuelle Reinigungsaktionen des Bauhofes finden zwar regelmäßig statt. Die Großaktion in diesem Jahr war aber eine Premiere. „Die Zahl der Schmierereien hat leider stark zugenommen“, so der 1. Beigeordnete Christian Große. „Die Verunstaltungen beeinträchtigten das Stadtbild in einer Weise, die wir nicht hinnehmen können. Die Kosten der Aktion von 8500 Euro veranschaulichen, über welche Schadenshöhen wir hier reden.“

Die Polizeidirektion West bestätigt, dass es deutlich mehr Graffitischmierereien in Werder gibt. Wurden im Jahr 2018 insgesamt 29 Fälle angezeigt, so waren es im vergangenen Jahr 57 Fälle, Tendenz steigend. Christian Große erinnerte daran, dass die Stadt sich an der Verfolgung von Graffiti-Schmierern beteiligt: Wenn jemand dingfest gemacht werden könne, der öffentliches Eigentum beschädigt hat, bekomme der Hinweisgeber die 1000 Euro Belohnung von der Stadt. Wir hatten hier darüber berichtet. (wh)