Besuch beim Blütencamping Riegelspitze

Die Sonne lacht vom fast wolkenlosen Himmel, die Vögel zwitschern, ein Fischreiher hat es sich vor der Schranke zum Blütencamping Riegelspitze auf einem Baumstamm gemütlich gemacht. Er genießt die Ruhe. Doch Campingplatzinhaberin Fanny Kinkel wünscht sich endlich wieder Leben auf ihrem Platz.

Noch ist es ruhig am Strand vom "Blütencamping Riegelspitze". Fotos: wsw

Werder (Havel), 18. Mai 2021 – Wir treffen Fanny Kinkel an einem sonnigen Apriltag und schlendern mit ihr über ihren Campingplatz „Blütencamping Riegelspitze“. Idyllisch am Glindower See und verkehrstechnisch günstig nahe der B1 gelegen, machen hier jedes Jahr zahlreiche Besucher Halt, um ihren Urlaub auf dem 4-Sterne-Campingplatz zu verbringen.

„Eigentlich hätten wir seit dem 29. März geöffnet und schon die ersten Urlauber begrüßt, doch leider dürfen bisher bis auf unsere Dauercamper keine Besucher zu uns kommen“, erklärt Fanny Kinkel betrübt. „Die Saison im letzten Jahr war trotz des verspäteten Starts wegen der Corona-Maßnahmen dennoch ein Erfolg für uns. Und das wünschen wir uns natürlich auch für dieses Jahr. Seit Oktober 2020 haben wir keine Einnahmen.“

Die Coronazeit wurde beim „Blütencamping Riegelspitze“ genutzt, um nötige Reparatur- und Sanierungsarbeiten zu erledigen. So erstrahlt die Rezeption nach einem Umbau in neuem Glanz, die Holzvertäfelung an den Wänden und die große Glaswand setzen optische Highlights. Ein Souvenirstand mit kleinen Präsenten aus der Region soll noch ergänzt werden. Fanny Kinkel erzählt uns, dass die Bauarbeiten sowieso geplant waren, die Zeit des Lockdowns hat das Vorhaben jedoch beschleunigt. 

„Wir haben auch einen Weg ganz neu gemacht und die alten DDR-Reliquien durch neue Pflastersteine ersetzt. Und wir haben alle 35 Ferienhäuser neu gemalert“, verrät uns die Campingplatzinhaberin beim Spaziergang über den Platz. Ebenso hat die Gemeinschaftsküche einen Umbau erhalten, alte Fotos, die die Anfänge des Campingplatzes zeigen, schmücken die Wände.

Zudem wurde der Fuhrpark durch ein neues Elektrogefährt ergänzt. „Doch nicht nur hier haben wir aufgerüstet. Wir haben in zwei neue Wohnmobile investiert, die wir zukünftig auch vermieten werden. Und in einen kleinen Bauwagen möchten wir noch eine Photobox installieren, sodass sich unsere Besucher ihr ganz persönliches Erinnerungsfoto vom Platz mit nach Hause nehmen können.“   

Auch das nächste Bauvorhaben steht schon in der Warteschlange. So soll das große Sanitärhaus an der Badestelle abgerissen und moderner wieder neu gebaut werden. Wir merken, auf dem Campingplatz stehen alle Zeichen auf Start. Alles ist geputzt und gewienert. Die leeren Stellplätze warten auf Wohnmobile und die Ferienhäuser, Kotas und Übernachtungsfässer auf erholungssuchende Besucher. 

Zum Abschluss erfahren wir noch, warum die Riegelspitze eigentlich Riegelspitze heißt. „Früher wuchs hier überall Hartriegel, der auch Hornstrauch genannt wird, und die ‘Spitze’ erklärt sich wegen der Form der Landzunge ja von selbst“, erklärt Fanny Kinkel. Wieder etwas gelernt! 

Beim Verabschieden schrecken wir aus Versehen den Fischreiher auf seinem Baumstamm auf. Doch an Trubel wird sich der gefiederte Freund gewöhnen müssen. Schon bald wird es beim „Blütencamping Riegelspitze“ wieder lebhafter zugehen, wenn die Besucher aus Nah und Fern die idyllische Wohlfühloase am Glindower See ansteuern. (wsw)