Bodenpreise schießen in die Höhe

Deutlicher Anstieg: 180 bis 270 Euro pro Quadratmeter für Wohnbauflächen in Werder.

Die Bodenrichtwerte können unter www.boris-brandenburg.de eingesehen werden - künftig als OpenData-Angebot zur kostenfreien Nutzung. Die amtliche Bodenrichtwertauskunft aus BORIS Land Brandenburg besteht aus einem beschreibenden Teil mit den Angaben zum Bodenrichtwert und einer grafischen Ansicht der Bodenrichtwertzone auf der dazugehörigen Kartengrundlage. Quelle: Screenshot

Werder (Havel), 4. März 2019 – Die höchsten Bodenrichtwerte für Wohnbauland sind wie in den Vorjahren in der Region um die Landeshauptstadt Potsdam und angrenzend an die Bundeshauptstadt Berlin zu finden. Die höchsten absoluten Anhebungen gab es in Stahnsdorf, Kleinmachnow, Schwielowsee und Werder (Havel). Hier wurden die Bodenrichtwerte um bis zu 130 Euro pro Quadratmeter angehoben. Die aktuellen Bodenrichtwerte in Potsdam-Mittelmark wurden in der vergangenen Woche vom Vorsitzenden des Gutachterausschusses, Wilk Mroß, vorgestellt.

Die Bodenrichtwerte beispielsweise in Kleinmachnow bewegen sich demnach zwischen 280 und 790 Euro/m², in Stahnsdorf von 300 bis 490 Euro/m², in Teltow von 190 bis 400 Euro/m². Auch in Bergholz-Rehbrücke bewegen sich die Werte zwischen 145 und 310 Euro/m² und in Werder (Havel) von 180 bis 270 Euro/m² für Wohnbauflächen. Für Werder (Havel) bedeutet das einen deutlichen Anstieg.

Im weiteren Metropolenraum wurden die Bodenrichtwerte um bis zu 60 Euro/m2 angehoben. Die größte prozentuale Steigerung um 93 Prozent gab es in Borkheide von 44 auf 85 Euro/m2, gefolgt von Göhlsdorf um 90 Prozent von 42 auf 80 Euro/m2 und in Seddin um 55 Prozent von 110 auf 170 Euro/m2. Die höchsten Bodenrichtwerte in Gewerbegebieten gibt es in Kleinmachnow und Teltow mit Werten zwischen 135 bis 310 Euro/m2.

Neben den Bodenrichtwerten für baureife Grundstücke hat der Gutachterausschuss die Bodenrichtwerte für landwirtschaftlich genutztes Ackerland und Grünland sowie für Forsten incl. Aufwuchs ermittelt.
Der Bodenrichtwert für Ackerland ist von 0,72 auf 0,80 Euro/m2 um 11 Prozent gestiegen, der Bodenrichtwert für Grünland ist von 0,52 auf 0,60 Euro/m2 um 15 Prozent gestiegen und der Bodenrichtwert für forstwirtschaftliche Flächen ist um 22 Prozent gestiegen, absolut von 0,49 auf 0,60 Euro/m2.

Die öffentliche Bekanntmachung der Bodenrichtwerte erfolgt in den Amtsverwaltungen und den amtsfreien Gemeinden des Landkreises.

Die Bodenrichtwerte sind im Bodenrichtwertportal BORIS des Landes Brandenburg unter der Internetadresse www.boris-brandenburg.de zur Information frei zugänglich eingestellt. Seit dem 1. März 2019 ist zudem das Abrufen der Bodenrichtwertinformationen im PDF-Format aus dem Bodenrichtwert-Portal gebührenfrei.

Ebenso kann jedermann bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses Auskünfte über Bodenrichtwerte erhalten. Telefonische Auskünfte sind gebührenfrei, schriftliche dagegen gebührenpflichtig (in der Regel 15 EUR).

Bodenrichtwerte

Der Bodenrichtwert (vgl. § 196 BauGB) ist der durchschnittliche Lagewert des Bodens für eine Mehrheit von Grundstücken innerhalb eines abgegrenzten Gebiets (Bodenrichtwertzone), die insbesondere nach Art und Maß der Nutzbarkeit weitgehend übereinstimmen und für die im Wesentlichen gleiche Wertverhältnisse vorliegen. Er ist bezogen auf den Quadratmeter Grundstücksfläche eines Grundstücks mit einem bestimmten Entwicklungszustand und mit den dargestellten wertbeeinflussenden Merkmalen (Bodenrichtwertgrundstück). Bei bebauten Grundstücken wird der Bodenrichtwert mit dem Wert ermittelt, der sich ergeben würde, wenn der Boden unbebaut wäre (§ 196 Abs. 1 Satz 2 BauGB). Der Bodenrichtwert stellt daher den Bodenwert eines fiktiven, unbebauten Grundstücks in einer Bodenrichtwertzone dar. Dieses Bodenrichtwertgrundstück wird durch seine wertbeeinflussenden Merkmale beschrieben. Abweichungen eines einzelnen Grundstücks von dem Bodenrichtwertgrundstück hinsichtlich seiner Grundstücksmerkmale, zum Beispiel des Erschließungs- und Erschließungsbeitragszustands oder der Art und des Maßes der baulichen Nutzung, bewirken in der Regel entsprechende Abweichungen seines Bodenwertes vom Bodenrichtwert. (Quelle: Infoblatt vermessungswesen@mik.brandenburg.de)