Bürgerbegehren zur Therme angekündigt

Bildquelle: Umnutzung Erdgeschoss: Jurek Brüggen, Leo Herman, StadtMitGestalter
Werder (Havel), 22. Mai 2018 –  “Sind Sie dafür, dass vor Vertragsabschluss und Investitionen eine Bürgerbeteiligung durchgeführt wird?” – Das könnte die Frage des Bürgerbegehrens sein, das die neue Initiative “StadtMitGestalter” auf den Weg bringen will.
Zur Diskussion gestellt wurden diese und weitere Fragen in der vergangenen Woche beim zweiten öffentlichen Treffen der Thermengegner in der Klimawerkstatt. Gekommen waren 50 überwiegend ebenso davon Überzeugte, dass die von der Stadt geplante Investition von 30 Millionen Euro in die Blütentherme in den Sand gesetzt würde. Die polemisch geprägten Wortbeiträge in Richtung Stadtverwaltung, Stadtverordnetenversammlung und Bürgermeisterin würden nicht hilfreich sein, gab eine besonnene Stimme aus dem Publikum zu bedenken.
Und besonders in den sozialen Medien häufen sich derzeit die Kommentare derjenigen, die sich auf den neuen Betreiber, den Weiterbau und schließlich auf den Besuch der Therme freuen. Auch aus den Reihen der “StadtMitGestalter” kam der Hinweis, dass man in der Gruppe beileibe nicht immer einer Meinung sei. Und wenn die Vorstellung des Projektes in spätestens drei Wochen auf der Bismarckhöhe ergäbe, dass die Investition eine sinnvolle wäre, dann hätte man zumindest das der Stadt abgetrotzt.
Weiterhin will sich die Gruppe einmischen, Transparenz einfordern, künftige Großprojekte der Stadt von Anfang an kritisch konstruktiv begleiten und auch eigene Vorschläge einbringen. Ein erstes Gespräch mit der Bürgermeisterin sei erfolgt, die Vorbereitungen für das Bürgerbegehren laufen. Bewusst sei ihnen, dass es eine Volksvertretung gibt, die wolle man nicht aushebeln, sondern auf breitere Füße stellen.
Unter dem Titel “Weiterbauen! Aber anders!” stellten die beiden jungen Werderaner Architekten Jurek Brüggen und Leo Herman ihr ambitioniertes Projekt zur Umnutzung der Therme vor. Schwimmbad, Kindergarten, Grundschule, Sportbereich mit Sporthalle, Kraft- und Tanz-/Yogaraum, Jugendzentrum, Musikschule, Markthalle, Wassersportbereich, öffentlicher Dachgarten mit Spa-Bereich und Café/Restaurant, eine Bühne und einen Spielbereich für den Kindergarten haben sie in die Kubatur des vorhandenen Baus geplant. Freilich ohne die Genehmigungsfähigkeit derartig vieler unterschiedlicher Umnutzungen auf diesem Raum zu prüfen.
Darum geht es den Architekten aber nicht. Auch dieser Entwurf soll wie der jüngst im Scala vorgestellte “Masterplan” zum Nachdenken und zur Diskussion anregen.  (wsw)