Burgenwanderweg erhält erneut Qualitätssiegel

Dietmar Bölke (l.) und Petra Straube (r.) mit dem Prädikatssiegel. Foto: A. Rosar/Deutscher Wanderverband

Bad Belzig, 16. Januar 2019 – Bereits zum vierten Mal hat der Burgenwanderweg auf der CMT – der größten Urlaubs- und Tourismusmesse – am vergangenen Wochenende in Stuttgart für weitere drei Jahre das Qualitätssiegel „Wanderbares Deutschland“ erhalten. Wie der Landkreis Potsdam-Mittelmark mitteilte, wurde der 147 Kilometer langen Strecke von der Bad Belziger Burg Eisenhardt über die Wiesenburg, die Burg Rabenstein, die Bischofsresidenz Ziesar und zurück erstmals 2010 dieses Prädikat verliehen.

Petra Straube vom Arbeits- und Ausbildungsförderverein Potsdam-Mittelmark mit Sitz in Kuhlowitz – in Persona zuständig für die Unterhaltung und Überprüfung des Wanderwegenetzes –  und Dietmar Bölke, verantwortlich beim Fachdienst Wirtschaftsförderung, Tourismus, Regionalentwicklung des Landkreises für das touristische Wegenetz, nahmen die Urkunde in Stuttgart vom Deutschen Wanderverband entgegen.  

Die Prüfung ist ein immer wiederkehrendes Prozedere. So müssen zu einem bestimmten Zeitpunkt Unterlagen mit den verschiedenen Streckenabschnitten eingereicht werden, die dann im Anschluss unangemeldet  von Prüfern in Augenschein genommen und teilweise abgewandert werden. Die Erfüllung von neun Kern- und 23 Wahlkriterien sind für die Verleihung des Prädikates relevant. Insbesondere achtet die Jury auf eine fast ausschließlich naturbelassene gute Begehbarkeit, eine durchgängig korrekte und lückenlose Beschilderung, an die Anbindung des Wanderweges an Bus und Bahn und Attraktionen in der Landschaft wie beispielsweise die Burgen mit den Ausstellungen und Museen. Zusatzpunkte gibt es  durch an der Strecke liegende Infrastruktur wie  Einkehr—oder Übernachtungsmöglichkeiten. Bereits 83 Wege deutschlandweit, – zwei davon im Hohen Fläming –, erfüllen die geforderten Kriterien und tragen das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“.

Die Anforderungen der Wanderer an die Qualität der Wanderwege sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Schon deshalb ist der Landkreis Potsdam-Mittelmark ist sehr daran interessiert, sein breit gefächerte Wanderwegenetz als touristischen Anziehungspunkt auf einem hohen Standard zu präsentieren. Waren es 2016 noch 60 000 Euro, die im Kreishaushalt für den Erhalt des Wanderwegenetzes ausgewiesen waren, so stehen im Doppelhaushalt 2019 und 2020 pro Jahr bereits 100 000 Euro für die Wanderwege zwischen Havel und Fläming zur Verfügung. Seit 2016 ist das Wegenetz weiter ausgebaut und auch um etliche Kilometer erweitert worden, beispielsweise um die landschaftlich einmalig schönen Rundwege in der Grubower Rummel.

Rund 30 ehrenamtliche Wanderwegewarte unterstützen den Landkreis bei der Betreuung des inzwischen auf fast 1000 Kilometer angewachsenen Wegenetzes. Sie gehen die Wege regelmäßig ab und melden zu behebende Schäden oder auch Hindernisse, wie umgestürzte Bäume, die es in den letzten Monaten en masse zu beseitigen gab. (pm/wsw)