CDU-Stadtverband kritisiert Verwaltung

Werder (Havel), 17. September 2018 – Bekanntermaßen knapp ist der Platz im städtischen Ernst-Haeckel-Gymnasium. Ebenso bekannt ist der Plan, einen Erweiterungsbau sowie den Ausbau der vorhandenen Räumlichkeiten auf den Weg zu bringen. Im Haushalt der Stadt Werder (Havel) sind entsprechende Mittel eingeplant.

„Wir müssen Kritik an der Verwaltung üben, da ist ein Beschluss nicht korrekt umgesetzt worden“, so Hermann Bobka, CDU-Fraktionschef, vergangene Woche in einer Pressekonferenz. Vize Peter Kreilinger ergänzt: „Beschlossen wurde im Juli 2017 ganz klar, dass der Mensaausbau sofort beginnt“. Der Neubau für eine Aula und weitere sechs oder sieben Klassenräume sollte unabhängig davon auf den Weg gebracht werden. „Das hat eine andere Zeitschiene“, so Kreilinger, da dafür aufgrund der Höhe der Investitionen Ausschreibungen nötig seien.

Die Verwaltung hätte aber nun zum Ärger der Elternvertretung des Gymnasiums und auch Fraktion auf Nachfragen so reagiert, dass die Umsetzung beider Bauvorhaben entgegen der Beschlüsse gemeinsam realisiert würde. Jetzt laufe das Verfahren aber, die Bauanträge für die Mensa gehen jetzt zur Bauaufsicht, so Bobka. Der Anbau für rund fünf Millionen muss allerdings europaweit ausgeschrieben werden. Dafür würden auch Fördermittel beantragt.

„Die europaweite Ausschreibung der Planungsleistungen wird die Verwaltung jetzt fertigstellen“, informierte Kreilinger. Baubeginn könnte 2020 sein, Verzögerungen könnten durch eventuelle Rechtsstreitigkeiten in der Vergabeentscheidung über die Planungsleistung entstehen, was aber niemand hoffe.
Erste Pläne sollen der Schulkonferenz noch in dieser Woche, am 18. September, anschließend dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Schulkonferenz solle damit die Möglichkeit gegeben werden, ihre Wünsche bei der Planung der Räume einzubringen. Damit und mit dem Neubau würde das städtische Gymnasium maximal erweitert, so Kreilinger.   (wsw)