Das Heimatmuseum Glindow

feiert im kommenden Jahr sein 25-jähriges Bestehen

Werder (Havel) OT Glindow, 17. Dezember 2021 – Das Heimatmuseum Glindow feiert im Jahr 2022 sein 25-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum hat der Heimatverein mit seinen Mitgliedern, Unterstützern, Zeitzeugen und Bewohnern des Kietzes aus Erinnerungen, Gesprächen und Fotos eine Festschrift erarbeitet.

Darin werden die Ausstellungen der einzelnen Museumsjahre in Bild und Text dokumentiert und es gibt einen geschichtlichen Spaziergang durch den Kietz, in dessen Zentrum sich das kleine Büdnerhäuschen befindet, welches das Heimatmuseum beherbergt.

Thematisiert wird auch die Zeit vor den Anfängen der Vereinsgründung, frühere Ereignisse und Bewohner rund um das Kochsche Haus, das bereits mehr als 300 Jahr alt ist. Durch umfangreiche Recherchen konnten dem Haus und seiner Historie neue Geheimnisse entlockt werden. Einmal mehr hat es der Heimatverein geschafft, der Geschichte von Glindow neue und interessante Aspekte hinzuzufügen.

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Anneliese Koch war die letzte Besitzerin des Büdnerhauses am Kietz 3 in Glindow. Sie hatte es nach ihrem Tod der Gemeinde Glindow vererbt – verbunden mit dem Wunsch, hier ein Heimatmuseum einzurichten.

1993 wurde das „Kochsche Haus“ unter Denkmalschutz gestellt und danach denkmalgerecht saniert. 1997 hatte die Gemeinde das Haus dem jungen Heimatverein, der 1994 gegründet wurde, zur Einrichtung des Museums anvertraut.

Das ehrenamtliche Engagement rund um das Glindower Heimatmuseum zeigt sich nicht nur in den heimatgeschichtlichen Beiträgen. Die besucherfreie Zeit im Zuge des letzten Lockdowns wurde genutzt, um Wände und Fußböden des Hauses instand zu setzen und zu renovieren, damit sich das Heimatmuseum zu seinem kommenden Jubiläum stattlich präsentieren kann.

Für die Jubiläumssaison 2022 freut sich der Heimatverein auf viele Besucher und auf ein fröhliches Fest anlässlich des 25. Jahrestages am 1. Oktober 2022.

Die Festschrift kann in der kommenden Museumssaison von März bis Oktober, immer Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr, im Heimatmuseum erworben werden. Der Buchverkauf ist ab Januar auch möglich über die Telefonnummer: 03327/44820 oder über heimatverein-glindow@gmx.de. (s.h.)

In zahlreichen Kapiteln werden spannende Geschichten erzählt …

Puppen und Puppenstuben 
Mit dem Duft nach Kindheit
von Edelgard Baatz

Die Liebe zu Puppen entsteht zumeist schon in der Kindheit. Es gibt auch Menschen, besonders weibliche, die nie wieder davon loskommen.

Unser Vereinsmitglied Ilona Lorentz kennt viele solcher Puppensammlerinnen und ihr gelang es, einige zu überzeugen, dem Heimatverein ihre Lieblinge für die Saison-Ausstellung 2008 auszuleihen.

Auch Puppenstuben, sogar ganze Häuser mit Möbelchen und Haushaltsgegenständen en miniature kamen da zusammen.

Schon beim Aufbau der Schau merkten wir: Puppen verbinden, Puppen sind lebendig, Puppen haben viele Namen. Beim Zusammenstellen der kleinen Haushalte überfluteten jede von uns die Erinnerungen.

Seit Menschengedenken werden Puppen geformt und genäht. Als Fruchtbarkeitssymbol, als Spielzeug und später auch für die Modebranche. Auch Puppen unterliegen dem Geschmack der Zeit und sie veränderten und verändern sich stets. Ebenso das Material, aus dem sie gefertigt wurden: Holz, Porzellan, Mischmasse (Stoff, Draht und Watte), Celluloid, der Kunststoff Turtolan, bis hin zum Weich-PVC der heutigen Barbie. 

Immer waren Puppen etwas zum Liebhaben, Drücken, Anziehen und Betreuen. Manches Mädchen fand schon beim Puppenspiel seine Berufung fürs Leben.

Unsere Puppenschau lockte reichlich Publikum an, sogar aus der Landeshauptstadt. Eine Frau blieb mit geschlossenen Augen im Eingang stehen, atmete tief ein und befand freudig: „Ach, das riecht nach Kindheit!“