Der Mann für (fast) alle Fälle

Peter Berthold ist der Hausmeister der HGW Werder (Havel). Foto: wsw

Werder (Havel), 2. August 2018 – Einen multitalentierten Mann hat die Haus- und Grundstücksgesellschaft Werder mbH seit dem 1. Juni angestellt. Peter Berthold ist der Mann für fast alle Fälle, der sich 30 Stunden die Woche um kleine und größere Reparaturen kümmert.

HGW-Geschäftsführer Thomas Lück ist froh, mit Peter Berthold einen so vielseitig einsetzbaren Mitarbeiter gewonnen zu haben. Berthold ist nicht allein im Bereich der Sanitäranlagen geschickt. „Er wechselt flink Mischbatterien, Spülen oder Handwaschbecken“, zählt Lück auf. Aber Berthold kann noch viel mehr. „Er kennt sich im Bestand so gut aus wie kein anderer, kann super mit Menschen umgehen, weil er ein Gemütsmensch ist“, lobt Lück. So viel Lob ist dem eher ruhigen Mann dann sichtlich peinlich.

Die Einsatzbereitschaft des Mittfünfzigers ist ebenso groß wie seine Talente vielfältig. Er sei auch ein begnadeter Maurer, sagt Lück. Unter Beweis gestellt hat der gelernte Pflasterer das jüngst bei Kellerlichtschächten. Superflink sei er auch bei anderen Arbeiten. Kleinere Malerarbeiten seien kein Problem und auch seine Begabung als Tischler und Schlosser sei bemerkenswert. Berthold repariert nämlich auch klemmende Türen und Fenster und stellt sie ein. „Zu DDR-Zeiten mussten wir einfach vieles allein machen, das ging einfach nicht anders“, begründet er seine handwerklichen Fähigkeiten. Talent ist aber wohl auch dabei …

Vor der HGW hat der auch mit einem grünen Daumen gesegnete Berthold eine prächtig gedeihende gelbe Rose gepflanzt. Auch noch als Gärtner talentiert? Dann ist wohl bei ihm zu Hause alles tiptop? Da muss er lachen. „Nein, das ist eher wie beim Schuster, der ja auch die schlechtesten Schuhe hat. Aber meinen Garten kann ich vorzeigen. Da habe ich es vielleicht nur mit den Obstbäumen etwas übertrieben. Es sind zu viele – ich wollte aber von allem etwas haben – Mirabelle, Kirsche, Sauerkirsche, Apfel, Pflaume. Aber der Garten hat nur 600 Quadratmeter. Das wird schwer, wenn die Bäume größer werden“.

Zu 90 Prozent wird er von der HGW mit Aufträgen versorgt – hier kommen ja die meisten Anliegen der Mieter an. „Wenn mich aber unterwegs jemand anspricht – schnell mal eine Glühlampe wechseln oder den Wasserhahn reparieren – das mache ich dann.

Um den Hausmeister in der Mobilität zu unterstützen, stellte die HGW ihm jetzt ein nigalnagelneues Auto zur Verfügung. Der VW T 6 Pritsche ist glänzend schwarz, bekommt noch entsprechende HGW-Aufkleber, die vielen Werkzeugkisten finden darin Platz, das Material für die Reparaturen, möglich sind dann auch mal Bodentransporte für Erdarbeiten, wie Berthold aufzählt. Wichtig wäre so ein Transporter auch für Wohnungsberäumungen, beispielsweise wenn Erbschaften ausgeschlagen werden.

„Wir haben lange gemeinsam überlegt, welches Auto am praktischsten für unsere Anforderungen sind“, berichtet Lück. Die beste Variante habe man mit diesem Benziner gefunden – mit abnehmbarer Plane und man kann die Seitenflächen abklappen. Berthold ist natürlich auch begeistert und pflegt den Transporter selbst. „Durch die Waschanlage kommt der ja nicht. Und da hat man ohnehin doch gleich die Striemen von den Bürsten dran“, wird klar, dass sich Berthold besonders liebevoll auch um dieses schwarze Schätzchen kümmern wird. (wsw)