Der richtige Sonnenschutz

Bei Sonnencreme gilt: Viel hilft viel!

Werder (Havel), 16. Juli 2019 – Je höher die Temperaturen auf dem Thermometer steigen, desto kürzer wird die Kleidung. Sonnenanbeter verbringen am liebsten den ganzen Tag draußen in der Sonne und freuen sich auf eine knackige Sommerbräune. Während unsere Haut in der kalten Jahreszeit durch trockene Heizungsluft und eisige Winde belastet wird, bringt der Sommer mit vielen Sonnenstunden ebenso viele Strapazen mit sich. 

An erster Stelle steht das UV-Risiko. Das Sonnenlicht enthält schädliche ultraviolette Strahlen, die größtenteils durch die Ozonschicht ferngehalten werden. Die gefährlichen UV-Strahlen, die unsere Haut erreichen, regen die Pigmentzellen an, braunen Farbstoff zu bilden. Was sich für uns als schöne Sommerbräune zeigt, ist eigentlich ein natürlicher Schutzmechanismus der Haut. Doch wie jeder Schutzmechanismus kommt auch die Melanin-Produktion der Haut ab einem gewissen Punkt an ihre Grenzen. Gelangt zu viel Sonnenlicht auf die Haut, kann es zu einer Rötung kommen mit Juckreiz, Schmerzen und gelegentlicher Blasenbildung. 

Bei einem besonders starken Sonnenbrand können zudem Fieber, Schwäche und Kopfschmerzen auftreten. Die UV-Strahlen können die Zellen in der Haut so sehr schädigen, dass sie absterben. Diese geschädigten Zellen können schlimmstenfalls auch zu Ausgangszellen für einen Tumor werden. Ihre Nachkommen hören dann nicht mehr auf, sich zu teilen. Der kindliche Sonnenbrand im Alter zwischen null und sechs Jahren gilt übrigens als wichtigster Risikofaktor für den schwarzen Hautkrebs. Wie viel UV-Strahlung ein Mensch verträgt, ist ganz unterschiedlich. Wer sich unsicher ist, sollte einen Hautarzt um Rat fragen.

Zur täglichen Pflegeroutine im Sommer sollte die Verwendung von geeigneten Sonnenschutzmitteln unbedingt dazugehören – nicht nur bei einem Tagesausflug ins Freibad. Die UV-Strahlen belasten unsere Haut auch beim kurzen Mittagssnack im Freien oder beim Relaxen im vermeintlich ungefährlichen Schatten. 

Sonnenschutzprodukte gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Ob als Spray, als Lotion oder als Creme – alle eint, dass sie die schädlichen UV-Strahlen entweder chemisch oder physikalisch aufhalten und so unsere Haut vor Verbrennungen schützen. 

Unsere Haut verfügt über eine gewisse Eigenschutzzeit. Diese gibt an, wie lange die ungebräunte Haut maximal der Sonne ausgesetzt werden kann. Sehr helle Hauttypen können bereits nach weniger als fünf Minuten einen Sonnenbrand bekommen. Der Lichtschutzfaktor auf den Sonnenschutzmitteln multipliziert mit der persönlichen Eigenschutzzeit gibt die maximale Dauer eines Sonnenbades an. 

Beim Sonnenschutz gilt stets die Devise: Viel hilft viel! Cremen Sie sich regelmäßig ein und seien Sie beim Auftragen des Sonnenschutzes nicht zu sparsam. Ein durchschnittlicher Erwachsener benötigt etwa 40 Gramm Lotion/Creme fürs Eincremen des gesamten Körpers. Das heißt, dass eine Sonnenmilch mit 200 ml Inhalt gerade einmal für fünfmaliges Eincremen reicht. Hand aufs Herz: Wie lange hält ein Sonnenschutzprodukt bei Ihnen …? 

Und wer noch Tuben aus dem vergangenen Sommerurlaub im Schrank hat, sollte diese durch neue ersetzen. Meist sind geöffnete Sonnenschutzprodukte nur 12 Monate haltbar. (wsw)