Die fabelhafte Welt der Kürbisse

Klaistow, 17. September 2020 – Wer noch nie ein Einhorn aus Kürbissen gesehen hat, sollte unbedingt bei Berlin/Brandenburgs größter Kürbisausstellung vorbeischauen! Auf dem beliebten Spargelhof in Klaistow dreht sich seit dem 5. September alles um Kürbisse. Über 100.000 kleine und große Kürbisse wurden für die Herstellung der fantasievollen Figuren verwendet.

Doch nicht nur die imposante Ausstellung lockt die Besucher aus nah und fern an. Auf dem hofeigenen Kürbismarkt kann man mehr als 30 Sorten aus eigenem Anbau entdecken, im Hofladen und in der Hofbäckerei gibt es Kürbiskernbrot, Kürbiskernkekse und vieles mehr und im Hofrestaurant werden die verschiedensten Kürbis-Leckereien serviert.

Vorbeischauen lohnt sich also! Noch bis zum 1. November können die fabelhaften und fantasievollen Kürbis-Kunstwerke bestaunt werden.

Ein ganz besonderes Highlight während der Kürbiszeit auf dem Spargelhof in Klaistow ist die „Offene GPC-Kürbiswiegemeisterschaft“. In diesem Jahr findet sie am 27. September statt. In den vergangenen Jahren traten routinierte Züchter genauso an, wie Neulinge in dieser gärtnerischen Disziplin. Durch die zunehmende Beliebtheit der Wiegemeisterschaft richtet der Spargelhof mittlerweile auch mit Stolz die größte Wiegemeisterschaft Europas aus.

Die Veranstaltung wird von dem Kürbis-Experten Oliver Langheim, auch „Kürbis-Olli“ genannt, moderiert. Jedes Jahr werden der Siegerkürbis und die größten Exemplare auf dem Erlebnishof in Klaistow bis zum Ende der Kürbissaison ausgestellt. Ein Highlight zum Ende der Ausstellung ist auch das Kürbisschlachten. Erhaschen Sie dabei einen der beliebten Kürbiskerne des Siegers und probieren Sie selbst evtl. im nächsten Jahr dabei zu sein.

Ursprünglich stammen Kürbisse aus Amerika, doch bereits seit dem 16. Jahrhundert werdern sie weltweit in den warmen Gebieten angebaut. Die Kürbisernte beginnt meist zwischen Ende August und Ende Oktober. Hauptsächlich werden Kürbisse als gekochtes, gebratenes oder gebackenes Gemüse verwendet. Besonders beliebt ist auch die Zubereitung als Suppe. Hierfür einen Kürbis nach Wahl (z.B. Butternut oder Hokkaido) vierteln und mit einer klein geschnittenen Zwiebel in Butter anschwitzen. Etwas Mehl darüber geben, umrühren und anschließend mit Brühe und Sahne übergießen. Bei schwacher Hitze zugedeckt etwa 25 Minuten köcheln lassen. Anschließend pürieren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Ende Oktober schlägt die große Stunde vor allem für die größeren Exemplaren: Pünktlich zum 31. Oktober verwandeln sich die Pflanzen in „gruselige“ Kürbislaternen. Die Wahl des passenden Kürbisses ist für eine gelungene Schnitzerei das A und O. Damit sich der Kürbis gut verarbeiten lässt, sollte er bereits reif sein – nur so lässt sich das Fruchtfleisch gut entfernen. Auch die Größe spielt eine entscheidende Rolle: Nicht nur sehen große Kürbislaternen dekorativer aus, aus ihnen lässt sich auch das Fruchtfleisch am besten lösen und die äußere Schale ist einfacher zu bearbeiten. (wsw)

Das kleine 1×1 des Kürbisschnitzens:

Hut ab und mit einem großen Löffeln aushöhlen. Dabei sollte am Ende eine ca. 2cm dicke Wand stehen bleiben. Den Deckel am besten in einem 30 Grad Winkel einschneiden, damit er am Ende nicht in das Loch hineinfällt.

Erst aufmalen, dann schnitzen
Achten Sie darauf, dass die Öffnungen nicht zu klein sind, da sie sonst beim Schnitzen leicht ausbrechen. Schauen Sie im Internet nach Schablonen, die ausgeschnitten und aufgeklebt werden. Für einen besonderen Funkeleffekt mit einem Bohrer viele kleine Löcher in den Kürbis bohren.

Haltbar machen
Den fertig geschnitzen Kürbis mit etwas Sägemehl ausstreuen. Das saugt die Feuchtigkeit auf und sorgt für eine längere Haltbarkeit. Auch das Einsprühen mit Haarlack verlängert die Freude am Kunstwerk.

Die Beleuchtung
Klassisch mit Kerze, am besten in einem Windlicht in das Innere stellen und Deckel wieder drauf.