Die Friedhofskultur liegt uns am Herzen

Jutta Enke, die stellvertretende Vorsitzende, informiert über den neu gegründeten Verein

Werder (Havel), 22. Dezember 2021 – Bereits vor einem Jahr berichtete Dr. Baldur Martin in „Wir sind Werder“ über die Aufnahme der „Friedhofskultur Deutschland“ in das Kulturerbe-Verzeichnis der UNESCO. 

Nun trafen sich am 2. November auf seine Einladung acht Werderaner Bürger*innen zu einer konstituierenden Sitzung und beschlossen die Gründung des Vereins zur Förderung des Kulturgutes „Friedhöfe“ der Stadt Werder (Havel). Als Zweck des Vereins steht in der Satzung u. a. „die Wahrung der Friedhöfe als historisch begründete Gedenk- und Erinnerungsorte zu unterstützen, sowie die zeitgerechte Gestaltung und Weiterentwicklung von alternativen Grabarten … zu fördern“. 

Dabei strebt der Verein einen engen Kontakt zu Friedhofsträgern, Gärtnern, Bestattern und Steinmetzen an und möchte ihnen beratend zur Seite stehen. Eine gute Zusammenarbeit mit dem „Kuratorium immaterielles Erbe Friedhofskultur Deutschland“ sowie den Ämtern für Denkmalpflege wird die Suche nach Lösungen für die Planung des Friedhofs als Gesamtanlage nach alten Vorlagen vorantreiben. 

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Viele Gespräche mit Bürger*innen ergaben in der Vergangenheit bereits einen großen Bedarf zur Förderung. „Wir werden mit Bestandsaufnahmen vom Erhaltungszustand des Rahmengrüns und einer Auflistung erhaltenswerter Grabanlagen beginnen. Für historische Grabmale mit Aufschriften wie Weinmeister, Obstzüchter, Bäckermeister oder anderer Handwerke als Zeugnis vergangenen Lebens in unserer Stadt sowie die fast einzigartig in der Region noch erhaltenen schmiedeeisernen Zäune ist es bereits schon fünf nach Zwölf. Was die Besucher der Stadt künftig an Geschichte auf dem Friedhof entdecken können, liegt auch in unserer aller Hand“, so Jutta Enke, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins. 

Der nach Gemeinnützigkeit strebende Verein steht für alle an Kultur und Traditionen Interessierte. Dabei sind auch die Stimmen junger Menschen wichtig, tragen sie doch dieses Gut in die Zukunft, ebenso wie das „Werderaner Urgestein“, dessen Erinnerungen gerne angehört und bewahrt werden möchten. Interessierte wenden sich an Dr. Baldur Martin (03327-42730) sowie Jutta Enke (03327-45085). (j.e.)