Die Glücksmomente in 2020

Auch in diesem Jahr lohnt sich ein Blick zurück

Werder (Havel), 24. Dezember 2020 – Das Jahr 2020 stellte viele kleine und große Werderaner*innen vor Herausforderungen, die es zu bewältigen gab. Der Einzelhandel musste vereinzelt schließen, die Gastronomien schlossen für den Publikumsverkehr, viele Arbeitnehmer gingen in Kurzarbeit, Eltern meisterten den Spagat aus Home-Schooling und Home-Office. 

Doch trotz aller Widrigkeiten hatte das zurückliegende Jahr auch zahlreiche bewegende Erlebnisse, inspirierende Begegnungen und zauberhafte Glücksmomente zu bieten. 

Wussten Sie, dass in diesem Jahr 181 Geburten für Werder gemeldet wurden? Zwei kleine Blütenstädter haben sogar direkt in unserer Stadt das Licht der Welt erblickt. (Stand: Mitte November) 

Weiteren Grund zur Freude hatten 134 Brautpaare, die sich in diesem Jahr das Ja-Wort gaben. 134 Trauungen mit Emotionen, Freudentränen und gemeinsamen Zukunftsplänen. 

Auch wenn Sie nicht zu den jungen Eltern oder Frischvermählten zählen, haben Sie bestimmt auch Erlebnisse, an die Sie sich gerne zurück erinnern. 

Uns erreichten viele Einsendungen von Leserinnen und Lesern, die uns an ihren ganz persönlichen Glücksmomenten in diesem besonderen Jahr teilhaben ließen. 

So freute sich zum Beispiel die Ortswehr aus Glindow über ihr neues Tanklöschfahrzeug, das bei einem tollen Tag der offenen Tür feierlich übergeben wurde. 

Ebenfalls aus Glindow erreichte uns eine Meldung des Glindower Carneval Clubs, der im Februar 2020 erfolgreich an der Landesmeisterschaft teilnahm.  

Vor allem für die Kleinsten war das zurückliegende Jahr schwierig. Umso mehr geht uns das Herz auf, dass eine Erzieherin aus Werder ihren persönlichen Glücksmoment in 2020 darin sieht, mit ihrer Arbeit den Kindern trotz allem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. 

Besonders viele Nachrichten erhielten wir von Menschen, die in diesem Jahr einem Vierbeiner ein neues Zuhause gegeben haben. Manchmal braucht es eben doch einen kleinen Anschubser, damit ein lang gehegter bellender oder miauender Wunsch endlich in Erfüllung geht. 

Und auch fußballerisch bot dieses Jahr Grund zur Freude. Am 4. Oktober fand zum Beispiel das erste Spiel der neuen Frauenfußballmannschaft des Werderaner FC vor zahlreichen Zuschauern statt! 

Und auch Unternehmer hatten in diesem Jahr große Probleme zu bewältigen. Umso größer muss hier der Mut der Menschen belohnt werden, die trotz aller Widrigkeiten in 2020 den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben.

Die Stadt selbst startete Aktionen wie „kauflokal blütenstadt“, „Gemeinsam auf Abstand“ und die „KulturTürme“. Die zu Beginn der Coronapandemie ins Leben gerufenen Nachbarschaftshilfen verdeutlichen den Zusammenunhalt unter den Menschen, der in diesem Jahr sehr gewachsen ist. 

Dies zeigt sich zum Beispiel auch an dem Glücksmoment von Ramona Jenisch, die ihre kreative Seite entdeckt hat und zum Entspannen und Abschalten Steine und Holz bemalt und mit ihren „Werken“ nicht nur sich selbst, sondern auch andere glücklich macht. 

Auch Reisen, sofern sie denn möglich waren, zählen zu den Glücksmomenten, die nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Aber auch die gemütliche Zeit auf „Balkonien“ bzw. im eigenen Garten steht auf der Liste der tollen Erlebnisse ganz weit oben.

Generell gewannen das eigene Zuhause sowie die eigene Familie in diesem Krisenjahr immer mehr an Bedeutung. Die Menschen, mit denen wir unseren Alltag teilen, die uns zur Seite stehen und uns den Rücken stärken, sind eine feste Säule in unserem Leben. Wir sollten öfter dankbar sein für das, was wir haben, und für die Menschen, mit denen wir unser Leben teilen. Manchmal reicht schon ein liebes Wort oder ein Lächeln, um das Miteinander zu stärken. Klaus Bullerjahn aus Groß Kreutz wünscht sich zum Beispiel, dass man anderen freundlich und menschlich gegenübertritt, und sich die Zeit nimmt, einfach auch mal „Bitte“ und „Danke“ zu sagen. Solch kleine Gesten stärken den Zusammenhalt und lassen uns diese schwierige Zeit etwas leichter bewältigen. 

Abschließen möchten wir mit dem Glücksmoment von Tina Walther: „Ich habe im Oktober unsere wundervolle zweite Tochter auf die Welt gebracht. Zugegeben – momentan eine verrückte Welt, die uns in diesem Jahr oft Kopfzerbrechen beschert hat. Aber eben auch eine Welt, die immer wieder Gutes und Wunder hervorbringt, wie unsere beiden tollen Töchter, die sich nun endlich kennen und lieben lernen dürfen.“ 

Wie so oft liegt das kleine (große) Glück meist näher, als man denkt. (wsw)

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