Die Kernobstsaison ist eröffnet!

„Kauft und esst saisonal und regional“ – lautet die zentrale Botschaft.

Agrarminister Jörg Vogelsänger (3.v.re.) eröffnete offiziell die Kernobstsaison

Groß Kreutz OT Schmergow, 4. September 2019 – Schneewittchen wäre am Montag auf der Apfelplantage der Märkischen Obstbau GmbH in Groß Kreutz / OT Schmergow bestimmt schwach geworden. Saftig und lecker hängen die prächtigsten Äpfel in Reih und Glied an den zahllosen Bäumen und warten nur darauf, gepflückt und verkostet zu werden. Gelb, grün oder rot – Äpfel sind sowohl in Brandenburg als auch in ganz Deutschland die beliebteste Obstsorte. Aus gutem Grund: Äpfel sind nicht nur gesund, sondern haben eine breite Geschmacksvielfalt und lassen sich vielfältig weiterverarbeiten, wie z.B. zu Kuchen, Saft und anderen Leckereien.

Der Termin am 2. September, an dem unter anderem Agrarminister Jörg Vogelsänger, der Präsident des Gartenbauverbands Berlin-Brandenburg Klaus Henschel, Bürgermeisterin Manuela Saß und die Baumblütenkönigin Madeleine Reichelt teilnahmen, symbolisierte die Eröffnung der Kernobstsaison in Brandenburg.

Mit dem Saisonstart verbinden die Brandenburger Gärtner angesichts der gravierenden Ernteausfälle auch den Aufruf an die Verbraucherinnen und Verbraucher, Äpfel aus der Region zu kaufen. „Unsere Obstgärtner aus Brandenburg verfügen über erstklassiges Know-how, qualitativ hochwertige Äpfel zu produzieren und über ausgezeichnete Vermarktungschancen mit Blick auf die Hauptstadtregion“, so Klaus Henschel. „Kauft und esst saisonal und regional“ – lautet die zentrale Botschaft.

Brandenburger und Berliner sind aufgerufen, sich in den kommenden Wochen in den Gartenbaubetrieben mit Äpfeln, Birnen oder Pflaumen aus der Region einzudecken oder bei der Selbstpflücke sogar aktiv zu werden. Einen Wermutstropfen gibt es aber 2019: Nach ersten Prognosen fällt die Brandenburger Apfelernte geringer aus als im Vorjahr. Ursachen für die niedrigen Erträge sind die Frostperioden im Frühjahr sowie Trockenheit im Juni. Einige Obstbaubetriebe müssen in diesem Jahr sogar mit Totalausfällen in der Apfelernte rechnen.

Jörg Vogelsänger äußert sich hierzu wie folgt: „Gerade der Gartenbau hatte in den vergangenen Jahren immer wieder unter den Folgen von Wetterextremen zu leiden. Die Gartenbaukonzeption des Landes enthält aus diesem Grund auch ein eigenes Kapitel zum Thema Risikomanagement. Im Kern bekennt sich hier das Land dazu, mit dem gärtnerischen Berufsstand die Rahmenbedingungen für die Absicherung von Risiken – auch auf Bundesebene – weiter zu verbessern.“

Der Apfel ist mit einer Anbaufläche von 901 Hektar das dominierende Kernobst in der Mark. Nach ersten Schätzungen wird derzeit von einer Erntemenge von rund 15.000 Tonnen ausgegangen, dies wäre die niedrigste Apfelernte seit 2011. 2018 wurden noch 28.928 Tonnen in Brandenburg gepflückt. Die Einbußen in der Menge in den einzelnen Regionen ändern jedoch nichts an der ausgezeichneten Qualität und dem einzigartigen Geschmacksergebnis der bestehenden Brandenburger Äpfel. Zu den führenden Sorten im Land gehören Jonagold, Idared und Pinova.

Und auch die kleinen und größeren Kinder der Kita “Kunterbunt” aus Schwergow, die bei dem Termin ebenfalls vor Ort waren und tolle Lieder gesungen haben, bissen mit großer Begeisterung in ihre Äpfel. Auf die Frage, wie die Äpfel denn schmecken, wurde uns ein einstimmiges “Lecker!” entgegengerufen. Da Kindermund bekanntlich Wahrheit kundtut – wir uns aber trotzdem auch vom Geschmack der Äpfel überzeugen wollten – ließen wir uns nicht zweimal bitten und probierten ebenfalls verschiedene Sorten von der Apfelplantage der Märkischen Obstbau GmbH. Saftig, knackig, nicht zu süß und nicht zu sauer – oder, um es mit den Worten der Kitakinder zu sagen: Die Äpfel sind einfach lecker! (wsw)