Die Sprachtalente vom Ernst-Haeckel-Gymnasium

Mirija, Tabea und Leander, Foto: wsw

Werder (Havel), 2. Oktober 2020 – Mirija, Tabea und Leander sind 14 Jahre alt und besuchen die neunte Klasse des Ernst-Haeckel-Gymnasiums in Werder (Havel). Wir haben die drei an einem sonnigen Dienstag nach ihrem Unterricht getroffen. Unser Besuch hatte einen ganz besonderen Grund: Mirija, Tabea und Leander haben erfolgreich am Landeswettbewerb Brandenburg innerhalb des Bundeswettbewerbes Fremdsprachen teilgenommen!


Stolz zeigen uns die drei ihre Urkunden, die sie am 23. September in der Staatskanzlei Potsdam überreicht bekamen. Wegen Corona waren vor Ort leider weder die Eltern noch Pressevertreter gestattet und so freuen wir uns umso mehr, dass sich die drei extra für uns nochmal Zeit genommen haben.

Wir erfahren, dass sich der Bundeswettbewerb Fremdsprachen in drei Aufgabenfelder unterteilt. Die erste Aufgabe des Wettbewerbs war ein selbst gedrehtes kurzes Video zum Thema “die meist überschätzte Erfindung” oder die “meist unterschätzte Erfindung”. Puh … die Auswahl ist schier endlos! Wofür haben sich die drei Gymnasiasten entschieden? Die Wettbewerbssprache “Englisch” stand schnell fest, nun musste noch das Thema für das Video gefunden werden. Leander hat sich der seiner Meinung nach völlig überschätzten Erfindung Proteinpulver gewidmet. Die Mädchen fokussierten sich auf die am meisten unterschätzte Erfindung: Tabea wählte das Lesen und Mirija den Löffel.

Die drei wählten ganz unterschiedliche Herangehensweisen für die Erstellung ihrer Videos. “Auch wenn jeder alleine angetreten ist, war es doch auch eine tolle Teamleistung”, ist Klassen- und Fachlehrer Steve Kallis stolz auf seine Schützlinge. Er erklärt weiter: “Die Wettbewerbskategorie SOLO richtet sich an Schülerinnen und Schüler von der 8. bis zur 10. Klasse, die Leistungen weit über dem normalen Standard der Jahrgangsstufen vorweisen können.”

Nach der ersten Hürde des Videos ging es für Tabea, Mirija und Leander Anfang des Jahres zum großen Wettbewerbstag in das Humboldt-Gymnasium nach Potsdam. Hier mussten sie schriftliche Aufgaben in ihrer Wettbewerbssprache Englisch lösen. Es ging um Ausdrucksfähigkeit, Grammatik und Vokabelwissen, aber auch um sprachliche Kreativität und Lust, etwas über andere Länder und Kulturen zu erfahren. Thema war das Land Südafrika.

Eigentlich gibt es auch noch eine dritte Runde im Bundeswettbewerb Fremdsprachen. Zum Sprachenturnier werden jedes Jahr erfolgreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bundesländern eingeladen. Es gilt Aufgaben zu lösen, Theaterstücke auf die Bühne zu bringen, gemeinsam eine erlebnisreiche Zeit zu verbringen. Im Mittelpunkt stehen die Sprachen! In diesem Jahr ist das Sprachturnier coronabedingt leider ausgefallen. Und so zählte nur die Gesamtleistung aus dem Video und dem Klausurtag. Tabea gewann den 2. Landespreis mit gutem Erfolg und Mirija und Leander gewannen den 1. Landespreis mit herausragendem Erfolg.

Ihre Begeisterung für die englische Sprache entdeckten die drei ab der sechsten Klasse. Leander erinnert sich: “Als ich mitbekommen habe, dass englische Bücher günstiger sind und diese auch viel eher erhältlich sind, habe ich angefangen Bücher in der Originalsprache zu lesen.” Mirija hat sich auf You Tube meist englische Videos angeschaut, was ihr Interesse für Serien sowie Filme in der Landessprache weckte. Und auch Tabea guckt sich die Filme lieber im Original an, “die deutschen Übersetzungen sind doch meist eher schlecht.”

Nach der Schulzeit möchten die drei dann erstmal ein sogenanntes Gap Year im Ausland verbringen, Leander geht sogar noch einen Schritt weiter: Er würde nach dem Gap Year gerne in den USA studieren. Wir wünschen Tabea, Mirija und Leander für ihre restliche Schulzeit, ihr Abitur und ihren weiteren spannenden Lebensweg viel Erfolg und vor allem weiterhin so viel Spaß beim Lernen wie bisher! (wsw)